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2017-3
Ressourcen des Friedens

der führenden Wissenschaftszeitschrift
für Friedensforschung, Friedensbewegung und Friedenspolitik

Aktueller Beitrag

öffnen Vor Gericht für Friedensappell

Regina Hagen

Im Januar 2016 wurde ein Friedensappell veröffentlicht, den 1.128 türkische Akademiker*innen unterzeichnetet hatten. Rasch bekannt geworden unter dem Namen »Academics for Peace«, forderten die Unterzeichner*innen angesichts des damaligen Kriegs der türkischen Sicherheitskräfte in kurdischen Städten „die Regierung auf, die Bedingungen für eine friedliche Beilegung des Konflikts zu schaffen."
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2017-3 Ressourcen des Friedens

W&F 3-2017, »Ressourcen für den Frieden«, fragt nach Dingen, Personen, Systemen und Gegebenheiten, die dem Frieden zuträglich sind, ihn unterstützen, ermöglichen und nähren. Das Heft beleuchtet desweiteren, wie und unter welchen Umständen Ressourcen nicht zum Fluch, sondern zum Segen für den Frieden werden können. Dabei wird der Ressourcenbegriff ausgeweitet und nicht auf materielle Ressourcen reduziert, sondern schließt exemplarisch Handel, Völkerrecht, Medien, Religion, Glück, Kunst und Versöhnung ein.

Die Artikel außerhalb des Schwerpunkts befassen sich mit den Folgen von Militarismus am Beispiel Türkei, mit der Kampagne gegen Friedenskräfte im israelisch-palästinensischen Konflikt und mit dem Anfang Juli 2017 bei den Vereinten Nationen verabschiedeten »Vertrag über das Verbot von Kernwaffen«.

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Dossier 84

Gender, Frauen und Friedensengagement

Dokumentation der Jubiläumsveranstaltung anlässlich 20 Jahre Frauennetzwerk für Frieden e.V.

 Gender, Frauen und Friedensengagement

Eines der am schwersten auszuräumenden Denkmuster ist, dass es Situationen gebe, in denen »nur noch Gewalt hilft«. In dem Dossier »Ziviles Peacekeeping ‑ Menschen wirksam schützen ohne Drohung oder Gewalt« der Friedensforscherinnen Ellen Furnari, Rachel Julian und Christine Schweitzer geht es um eine gewaltfreie Alternative zu Militäreinsätzen. Ziviles Peacekeeping ist ein Ansatz, Menschen in bewaffneten Konflikten gewaltfrei, ohne Waffen und durch andere Zivilist*innen zu schützen. In dem Dossier wird dargestellt, was Ziviles Peacekeeping ist, wie es funktioniert, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse über seine Wirkungen vorliegen und welche politische Akzeptanz es bislang erfahren hat.

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Gastkommentar

zum Artikel Ausblick auf den Ausnahmezustand

Peter Ullrich
Gastkommentar

Dass der G20-Gipfel im Juli dieses Jahres eine komplexe Herausforderung für die Polizei darstellen würde, war klar. Erstens sollten der Gipfel und seine Teilnehmenden abgesichert werden. Zweitens mobilisierte ein breites Spektrum Protestierender zu einer Vielzahl von Demonstrationen, darunter große Bündnisdemonstrationen, und auch zu Blockaden. Entsprechend waren auch die Grundrechte der Protestierenden, insbesondere die Versammlungsfreiheit, zu sichern. Und drittens galt es, etwas normales Leben in Hamburg aufrecht zu erhalten.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Religionen als Friedensressource

Es kommt darauf an

Michael A. Schmiedel

Der folgende Essay erzählt in einem kurzen Durchlauf durch die Religionsgeschichte, welche Ressourcen Religionen für ein friedliches Miteinander der Menschen bereithalten. Dabei wird herausgestellt, dass es letztlich auf uns Menschen und unsere Interpretationen unserer Religionen ankommt, wie sehr diese Ressourcen genutzt werden können und welche Reichweite sie haben. Je nach Interpretation helfen Religionen, den Egoismus zu überwinden und Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit zu fördern oder ganz im Gegenteil Fanatismus und Grausamkeiten hervorzubringen.

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zum Artikel Wie versöhnen wir uns?

Das Bedürfnisbasierte Modell

Nurit Shnabel & Johannes Ullrich

Täter und Opfer erleben unterschiedliche Bedrohungen ihrer Identitäten. Der Schlüssel zur Versöhnung liegt in der Beseitigung dieser Bedrohungen. Die Autor*innen diskutieren sozialpsychologische Forschung, die zeigt, dass die Wiederherstellung positiver Identitäten die Versöhnung zwischen Individuen oder Gruppen günstig beeinflusst.

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zum Artikel My mind has been under occupation

Der (türkische) Militarismus und seine Folgen

Serdar M. Degirmencioglu

Militarismus ist für den Autor nicht nur Ursache für Kriege, sondern auch eine Doktrin, die die Herzen und das Denken der Menschen besetzt. Er erzählt, wie der Militarismus sein eigenes Denken immer mehr besetzte, und beklagt, dass sich die Zunft der Psycholog*innen diesem Thema weitgehend verweigert. Am Beispiel der Türkei schildert er auch, wie der Militarismus in das Berufsleben der Menschen eingreift und dieses zerstört.

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Redaktion und Vorstand von W&F bedanken sich bei der Deutschen Stiftung Friedensforschung,
deren Förderung 2007 diese Internetpräsentation von Wissenschaft & Frieden ermöglicht hat

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte