John Desmond Bernal: 1 Artikel
Militärische Forschung: „Sie zieht nicht gerade die besten Köpfe an“
Das bewegende Schlußwort Dorothy Hodgkins auf dem Hamburger Naturwissenschaftlerkongreß hat vielen Jüngeren, die gekommen waren, das Gefühl und Wissen vermittelt, daß es neben der blutigen Geschichte der Naturwissenschaft auch eine große Tradition des Friedensengagements gibt, die es gilt in das Gedächtnis der Lehre, Forschung und Wissenschaftsöffentlichkeit zu holen. Von John Desmond Bernal hat seine Schülerin und wissenschaftliche Biographin, die Nobelpreisträgerin Hodgkin, 1980 gesagt: „Bernal war in seinen wissenschaftlichen Arbeiten ein großer Pionier, dessen Ideen und frühe Experimente viele der großen Fortschritte unserer Zeit beim Verständnis von Struktur und Funktion in Physik, Chemie und Biologie möglich machten.“ John Desmond Bernal (1901-1971), einer der bedeutendsten britischen Naturwissenschaftler dieses Jahrhunderts und zugleich Begründer der marxistischen Wissenschaftsforschung, ist zugleich als „Partisan des Friedens“ (Nature) unermüdlich, ein Leben lang für einen friedlichen Gebrauch der Wissenschaft und eine „Welt ohne Krieg“ eingetreten. Sein großes Werk „The Social Function of Science“, London 1939, ist jetzt erstmals in einer deutschsprachigen Ausgabe unter dem Titel „die soziale Funktion der Wissenschaft“ publiziert worden (mit einem Vorwort von Andre Leisewitz, herausgegeben von Helmut Steiner, Pahl Rugenstein Verlag, Köln 1986, 473 S. Unser Auszug ist dem Kapitel 7 „Wissenschaft und Krieg“ entnommen.

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