Wissenschaft & Frieden feiert sein 25 jähriges Bestehen

Großes Interesse an W&F-Jubiläum in Marburg

Burkhard Hirsch

Dr. Burkhard Hirsch (rechts) im Gespräch mit Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (links) und Professorin Dr. Babette Simon, Vizepräsidentin der Philipps-Universität; im Hintergrund (sitzend) Professor Dr. Mathias Bös, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Konfliktforschung.*

Unter der Themenstellung „Bundeswehreinsätze im Inneren und Äußeren“ wurde Mitte November das 25-jährige Bestehen von Wissenschaft & Frieden im Rahmen eines Festaktes im Marburger Rathaus begangen; etwa einhundert junge und alte ZuhörerInnen – darunter zahlreiche ehemalige Redakteure, aber auch AutorInnen und Interessierte – wurden vom Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel willkommen geheißen. Er hob die gute Zusammenarbeit der Stadt Marburg mit dem Zentrum für Konfliktforschung hervor, das – als eine der Trägerorganisationen von W&F – für den reibungslosen Ablauf des Kolloquium sorgte. In ihrem Grußwort hob sodann die Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Babette Simon, hervor, dass die Zeitschrift in interdisziplinärer wissenschaftlicher Ausrichtung „neue Entwicklungen und Diskussionen zu den Themengebieten Frieden, Abrüstung, Sicherheit und Konflikt“ thematisiere und damit „einen wichtigen Beitrag zur Fachdiskussion sowie zur praktischen Umsetzung friedens- und konfliktrelevanter Erkenntnisse“ leiste. Dementsprechend werde sie auch von einer wachsenden Zahl der Studierenden des Faches Friedens- und Konfliktforschung an der Philipps-Universität wahrgenommen. Prof. Dr. Mathias Bös beschloss den Reigen der Begrüßungsworte als geschäftsführender Direktor des Zentrums für Konfliktforschung, indem er betonte, dass dieses mit der Zeitschrift das Anliegen teile, „Wissen und Methoden zu finden, die sich dazu eignen Frieden zu schaffen“. Er verwies darauf, dass die Zeitschrift Wissenschaft als Bürgerrecht praktiziere, d.h. diese nicht auf den Verwertungsaspekt reduziere, sondern als einen Zugang zur Diskussion so aktueller Fragen wie die nach der gegenwärtigen und zukünftigen Rolle der Bundeswehr.

Professor Dr. Norman Paech Willy Wimmer

Der Bundestagsabgeordnete Professor Dr. Norman Paech kritisierte die Auslandseinsätze der Bundeswehr, unterstützt von seinem Parlamentskollegen Willy Wimmer.*

Den einführenden Worten schloss sich die Begrüßung des Hauptredners des Kolloquiums – Dr. Burkhard Hirsch, ehemaliger NRW-Innenminister und Bundestagsvizepräsident a.D. – durch die beiden Vorsitzenden des W&F-Trägervereins, Prof. Dr. Herbert Wulf und PD. Dr. Johannes M. Becker, an. Mit deutlichen Worten kritisierte Dr. Burkhard Hirsch die Versuche, die Möglichkeiten des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren auszuweiten und warnte davor, die Bedeutung des in der UN-Charta vereinbarten Gewaltverzichts weiter auszuhöhlen. (Den Beitrag von Dr. Burkard Hirsch können Sie im Januarheft von W&F nachlesen.)

Nach einer kurzen Pause begrüßte der verantwortliche Redakteur von Wissenschaft & Frieden, Dr. Fabian Virchow, mit den beiden MdB Norman Paech und Willi Wimmer zwei profilierte außenpolitische Experten. Beide zeigten sich äußerst besorgt über die politische und militärische Entwicklung in Afghanistan; der Gewalteskalation sei nur mit dem Rückzug der ausländischen Armeen zu begegnen.

Abschließend führte Dr. Corinna Hauswedell, Studienleiterin der Evangelischen Akademie Loccum, in Form einer Zeitreise durch „25 Jahre Wissenschaft und Frieden“. Für Erheiterung wie herzliche Erinnerungen sorgten dabei zeitgenössische Aufnahmen aus der Geschichte der Zeitschrift – zumal zwei der Gründungsväter der Publikation, Prof. Dr. Rainer Rilling und das heutige MdB Paul Schäfer, anwesend waren. Die Veranstaltung klang mit einem internationalen Buffet und zahlreichen Gesprächen aus.

Gruppe

vorne v.l.n.r.: PD. Dr. Johannes M. Becker (stellv. Vorsitzender von W&F); Dr. Burkhard Hirsch; Prof. Dr. Mathias Bös (Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Konfliktforschung); Professorin Dr. Babette Simon (Vizepräsidentin der Philipps-Universität) hinten v.l.n.r.: Bernd Hahnfeld (W&F-Vorstandsmitglied, IALANA); Christiane Lammers (W&F-Redaktion); Prof. Dr. Rainer Rilling (W&F-Begründer); Prof. Dr. Ulrich Wagner (stellv. Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Konfliktforschung) *

* Bildnachweis: Grassmann, Philipps-Universität Marburg

Weitere Berichte

Auf der Seite des Zentrums für Konfliktforschung
www.uni-marburg.de/konfliktforschung/veranstaltungen/25w_f
und auf der Seite der Philipps-Universität Marburg
www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2008b/1117a

Pressespiegel

Oberhessische Presse

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Marburger Neue Zeitung

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