W&F 2025/1

Fühlen und Forschen

Affektivität und Konfliktforschung

von Saskia Jaschek

Wieso bewegen uns manche Kriege mehr als andere? Unter dem Gesichtspunkt der Affektivität möchte dieser Essay explorativ der Frage nachgehen, weshalb selbst Forschende von Konflikten ungleich emotional betroffen sind. Im Zentrum steht die Frage nach der Unfühlbarkeit bestimmter Konflikte. In praxeologischer Absicht wird hierfür nach Praktiken der Unfühlbarmachung gefragt. Diese werden anschließend in einen Zusammenhang mit einer kollektiv eingeschriebenen Affektstruktur westlicher Forschender gebracht.

Während manche Konflikte die Gemüter erhitzen, lassen andere sie scheinbar gänzlich unberührt. Dabei gelten Einseitigkeiten und Befangenheiten in der Auseinandersetzung mit globalen Kriegen und Konflikten nicht nur für die Politik- und Medienlandschaft.

Forschende wollen Kriege in erster Linie verstehen. Doch Verstehen ist kein rein intellektueller Prozess. Er beinhaltet ebenso eine affektive Komponente. Wie sehr die Affiziertheit von Forschenden die akademische Welt spalten kann, konnten wir in jüngster Vergangenheit häufig beobachten. Als Reaktionen auf schriftliche Publikationen, öffentliche Vorträge oder Nachrichten in wissenschaftlichen E-Mailverteilern – wiederholt kommt es zu emotionalen Diskussionen unter Wissenschaftler*innen, nicht selten begleitet von Eskalationen, bei denen den Diskutierenden kurzzeitig die Fähigkeit zur Affektkontrolle zu entgleiten scheint. Während sich bestimmte Kriege gleichsam als affektive Großkonflikte herauskristallisieren, nehmen andere weiterhin nur marginalisierte Positionen ein.

Eine naheliegende Antwort für die unterschiedlichen Empfindungen für gegenwärtige Konflikte liegt in deren Medialisierung und öffentlicher Diskursführung. Medienvermittlung kann unsere Erfahrung von Konflikten intensivieren oder abschwächen. Während bestimmte Konflikte durch starke mediale Darstellung sensationalisiert und somit zu global vermittelten Ereignissen werden, lässt eine fehlende Auseinandersetzung andere zu einem „Nicht-Ereignis“ (Trouillot 1995) werden. Auch Forschende sind nicht unberührt von der affektiven Aufladung dieser medialen Repräsentationen – selbst wenn wir kognitiv wissen, dass andere Kriege in ihrem Ausmaß ähnlich verheerend sind. Vermutlich ist es das Bewusstsein über diese Ambiguität, die bei akademischen Veranstaltungen zu sich wiederholenden Sprechakten führen, in denen performativ an andere Kriege, etwa „in Sudan, Jemen oder Kongo“ erinnert wird, die dann aber zumeist nicht wieder aufgegriffen werden. Woran also liegt es, dass uns manche Konflikte trotz Wissensschatz affektiv unberührt lassen?

Affiziertheit und Forschung

Gefühle umfassen eine Reihe von körperlichen Empfindungen und Sinneswahrnehmungen. In den Sozialwissenschaften werden Emotionen als vermittelbare Gefühlshandlungen und damit als soziale Konstrukte definiert (von Scheve und Berg 2017, S. 27). Bei Affekten, gemeinhin verstanden als phänomenales Erleben physisch-psychischer Reize, sind die Definitionen weniger eindeutig. Einigkeit gibt es darüber, dass Affekte jene Dynamiken sind, die die Macht haben, Körper in unterschiedlicher Weise zu bewegen (Clough und Halley 2007, S. 2). Anders als Emotionen, gelten sie dabei als vor-bewusst und prä-repräsentational.

Affekte können sich auf Prozesse beziehen, die insbesondere in und zwischen Körpern stattfinden (vgl. Brennan 2004, Massumi 2002) – wie wir es etwa in Massenprotesten beobachten können. Relationalontologisch (vgl. Deleuze und Guattari 1987, Slaby und Mühlhoff 2019) werden Affekte als fortlaufende Prozesse des Werdens begriffen. Sie können sich daher auch auf weitere materielle und diskursive Formierungen beziehen. Somit stellen sie erfahrungsbezogene und materiell-diskursiv geformte Beziehungsdynamiken dar, die Wahrnehmungen Bedeutungen zuschreiben (vgl. Brennan 2004, Ahmed 2014) und damit realitätserfassend wirken (vgl. Slaby 2023, S. 3f.).

Als offene Einschreibungen bilden Affekte eine Gefühlsstruktur, anhand der wir die Welt erfahren und verstehen. Diese Affektivität kreiert unseren Bezug zur Welt, indem sie die Wirklichkeit erfasst und interpretiert (ebd.). Sie ist damit politisch, kulturell und historisch geprägt und machtdurchzogen.

»Bürgerkrieg« als semantische Strategie affektiver Abwehr

Ich forsche zu Sudan, wo seit fast zwei Jahren Krieg herrscht. In persönlichen Gesprächen drückten Kolleg*innen zwar Mitgefühl aus, persönlich affiziert schienen sie jedoch selten. Im Gegenteil zu anderen Kriegen wie in Gaza oder der Ukraine, löste der Krieg im Sudan trotz seiner katastrophalen Ausmaße wenig zum Handeln veranlassenden »Weltschmerz« aus. Teilte ich diese Beobachtung mit Kolleg*innen, lautete ihre Erklärung dafür zumeist, dass – anders als bei inter-staatlichen Kriegen – bei einem nationalen »Bürgerkrieg« wie dem im Sudan, wenig auszurichten sei. Dies zeugt zum einen von einer aktivistischen Haltung, nach welcher Forschende dazu veranlasst sind, das von ihnen generierte Wissen in eine wissenschaftsgeleitete Praxis umzusetzen.

Es zeugt jedoch auch von einer Gefühlsstruktur, die eine humanitäre Perspektive untergräbt und die Notwendigkeit zu Handeln stattdessen von staatlichen Grenzen abhängig macht. Es fällt bei inter-staatlichen Konflikten scheinbar einfacher, Schuldigsprechungen zu vollziehen, weil sie die Welt manichäisch einteilen in Angreifende und Angegriffene, in Täter*innen und Opfer. Im Zentrum steht dann nicht mehr das Leid der Betroffenen, sondern eine (geo-)politische Unterscheidung anhand eines Freund-Feind-Schemas.

Butler (2009, S. 35f.) ist der Annahme, dass die Anerkennung einer grundsätzlichen Interdependenz notwendig ist für das Eingeständnis der eigenen Verantwortlichkeit am Leiden und der Prekarität anderer. In diesem Zusammenhang könnte die Bezeichnung »Bürgerkrieg« als affektive Abwehrstrategie verstanden werden, da sie eine solche Interdependenz verneint. Die auf Basis eines liberalen Verständnisses von Staatlichkeit vollzogene Einteilung von Konflikten in »beeinflussbar« und »nicht-beeinflussbar« bietet somit nicht nur die legitimatorische Grundlage des eigenen Nicht-Handelns, sondern auch des sich Nicht-Einfühlens. In dieser Verwertungslogik werden emotionale Anstrengungen nur dort unternommen, wo praktisches Handeln Aussicht auf Veränderung verspricht.

In einer politisch verwobenen Welt führt der Begriff »Bürgerkrieg« durch seine Assoziation mit Innerstaatlichkeit zu einer affektiven Grenzziehung, indem er suggeriert, dass dieser Krieg nichts mit uns zu tun habe. Neben der grundsätzlich epistemischen Problematik des Begriffs »Bürgerkrieg« (vgl. Armitage 2018), hat die Begriffsverwendung auch ontologische Konsequenzen. Sie wird Teil einer Praktik des Unfühlbarmachens von Krieg, der dadurch „affektiv abgeblendet“ und „auf Distanz gehalten“ (Slaby 2023, S. 1) wird.1

Aber sollten nicht gerade wir, als Forschende in diesem Gebiet, uns bewusst sein über die komplexitätsreduzierende Wirkung territorialer Grenzen? Oder haben wir selbst diese Grenzen so verinnerlicht, dass sie auch die Grenzen unserer Gefühlswelten markieren?

Die Politik der Unfühlbarmachung

Wenn wir Affekte als machtdurchzogene Beziehungsdynamiken verstehen, dann können wir anhand unserer Affiziertheit bzw. Nicht-Affiziertheit bezüglich verschiedener Konflikte der Welt Aussagen über unsere Positionierung in globalen Beziehungs- und Machtverhältnissen treffen. In diesem Zusammenhang stellen sich Fragen der gefühlten Zugehörigkeit, wie es etwa in der öffentlichen Debatte um die Hilfsleistungen gegenüber Kriegsgeflüchteten der Ukraine zu finden war. Das damals dominante Narrativ begründete die größere Bereitschaft zu Hilfsleistungen in einer gefühlten Nähe gegenüber Ukrainer*innen, die durch geographische und kulturelle Nähe entstanden war.

Affiziertheit durch gefühlte Nähe ist Ausdruck einer kollektiven Affektivität in Form eines geteilten Affektregimes. Dieses (re-)produziert eine bestimmte Ordnung der Welt – und erstellt damit Hierarchien von Wahrnehmung und Bedeutungszuschreibungen. Innerhalb dieser affektiven Ordnung werden manche Konflikte durch verschiedene materielle und diskursive Praktiken – etwa das diskursive Framing, Menschen aus der Ukraine ständen uns aufgrund ihres kulturellen, geographischen oder religiösen Hintergrundes emotional näher als andere Kriegsgeflüchtete – fühlbar und rücken somit ins Zentrum unserer Wahrnehmung und Wirklichkeit. Andere hingegen werden unfühlbar gemacht und in unserer Wahrnehmung als randständig positioniert, zum Beispiel durch ein Framing als „interner Herrschaftsstreit zweier Generäle“, wie im Falle Sudans. Diese politischen Praktiken der Unfühlbarmachung ko-produzieren eine kollektive Affektivität der Empfindungslosigkeit.

Forschung und imperiale Affektivität

Fanon (1963) beschreibt die Auswirkungen kolonialer Herrschaft auf Kolonisierte. Dabei skizziert er Kolonialismus als einen unüberwindbaren Antagonismus, der sich affektiv in die Körper der Kolonisierten einschreibt und sich von dort entlädt. Auch Kohpeiß (2023) setzt sich mit der Kolonialität von Affekten auseinander. Sie illustriert das historische Zustandekommen der europäisch-bürgerlichen Subjektivität der Moderne, die, auf Basis eines imaginierten Selbstverständnisses der Rationalität, eine affektive Abgrenzung zu dem irrationalen, kolonialisierten Anderen vollzieht.

Kohpeiß kritisiert unter anderem die bürgerliche Vorstellung, vernunftgeleitet eine vollständige Welterkenntnis erlangen zu können (ebd., S. 22f.). Für die sozialen Wissenschaften, deren Ursprung in der europäischen Aufklärung liegt, ist diese Kritik am aufklärerischen Vernunftprinzip besonders wichtig. Unter dem Deckmantel der »Wissenschaftlichkeit« ermahnt es zum Nichtfühlen und zur affektiven Indifferenz. Nur mit affektiver Distanz könnten die Paradigmen der Objektivität und Neutralität erfüllt werden. Im selben Zug droht es mit Aberkennung der Wissenschaftlichkeit bei einem zu hohen Maß der Affiziertheit von Forschenden. Um wissenschaftlich anerkannt zu werden, müssen affektive Schlussfolgerungen rationalisiert und in Argumente transformiert werden, beispielsweise als ethische Kritik. Kohpeiß bezeichnet solche Praktiken als „affektive Sozialtechniken“ (ebd., S. 187). Diese legitimieren und normalisieren bestehende Herrschaftsverhältnisse, indem sie affektive Dynamiken kontrollieren.

Doch nicht nur das Vernunftprinzip fungiert als affektives Herrschaftsinstru­ment. Darüber hinaus ist die Affektivität westlicher Gesellschaften geprägt von imperialer Normativität. Das ökonomisch-politische Herrschaftsprojekt des Imperialismus schreibt sich durch zahlreiche affektive Strategien ebenso in unsere kollektiven Gefühlsstrukturen ein. Anders als der ebenfalls historisch eingeschriebene Kolonialismus, der sich durch seine materiellen Praktiken – wie etwa der kolonialen Landnahme – für uns schneller ersichtlich enttarnt, hüllt sich der Imperialismus durch zahlreiche Verstrickungen in einen Schleier der Undurchsichtigkeit. Diese Verschleierungstechnik wirkt sich auch auf kollektive und individuelle Fühlprozesse aus. Als weitgehende Nutznießer*innen der durch ihn generierten globalen Ordnung schreiben sich imperiale Affekte zudem vornehmlich positiv in uns ein und prägen unser Sozialverhalten. Diese kollektive imperiale Affektivität erschwert es, die gewaltsame Realität jener Herrschaftsstrukturen fühlbar und damit für uns zur Wirklichkeit werden zu lassen.

Mit Kohpeiß (2023) und Fanon (1963) ließe sich also die These aufstellen, dass die individuelle Affiziertheit bzw. Nicht-Affiziertheit von Forschenden eine gesellschaftlich kollektive imperiale Affektivität widerspiegelt. Diese wird zu einem affektiven Machtregime, das das Leid Anderer in „betrauerbar“ und „nicht betrauerbar“ einteilt (Butler 2009, S. 39) und das uns letztlich affektiv signiert, welche Leben es zu schützen gilt und welche zugunsten anderer Leben geopfert werden können (ebd.).

Slaby beschreibt die gefühlte Normalität der Lebensweise westlicher Gesellschaften als mitursächlich für deren Nichtfühlen der Klimakatastrophe. Weil unsere Lebensweise für uns normalisiert ist, fühlt sie sich nicht nach Überfluss an (2023, S. 11ff.). Ähnlich mag es sich für die Wahrnehmung von Kriegsgeschehen innerhalb der imperialen Ordnung verhalten.

Für westliche Gesellschaften, die an der Spitze der imperialistischen Ordnung stehen, galt Frieden für mehr als drei Generationen als »normaler« Zustand. Wir empfinden daher Kriege besonders dort als exzeptionell, wo sie in der globalen Machthierarchie unserer Position nahestehen. Fühlbar werden für uns bewaffnete Konflikte besonders dann, wenn diese die Gefahr beinhalten, unsere eigene Lebensweise zu betreffen, oder wenn sie unsere Position innerhalb der imperialistischen Ordnung gefährden könnten. Diese affektiven Verstimmungen lösen emotionale Reaktionen wie Wut oder Furcht aus, die uns zum Tätigwerden veranlassen. Für die Subalterne hingegen, die am Boden der imperialistischen Ordnung verbleibt, können wir solch aktivierende Gefühle nicht aufbringen, ist doch die »Normalität« ihrer Konflikthaftigkeit Grundlage für den Erhalt unserer »imperialen Lebensweise« (Brand und Wissen 2017).

Konflikte fühlbar machen

Wie können wir uns also vor dem Hintergrund dieser Prägungen affektiv öffnen? Wie gleich fühlen? Die Beantwortung dieser Fragen geht über die Länge dieses Beitrages hinaus.

Eine Antwort für Forschende könnte lauten, sich vom gewalttätigen Imperativ der Vernunft zu verabschieden und sich in Forschungssituationen für ein affektives Verstehen zu öffnen. Grundlage für ein solches Verstehen sind sowohl Anerkennung von Alterität und Differenz als auch eine Öffnung für Erfahrungen der Reziprozität und Intersubjektivität. Dazu zählt auch ein hinterfragendes Selbstverstehen und ständige Versuche der affektiven Selbsteinordnung.

Doch mit individuellen Anforderungen an Forschende allein ist der systemischen Gewalt, die von herrschenden Affektregimes ausgeht, nicht beizukommen. Sich affektiv öffnen und Konflikte fühlbar zu machen, ist – wie andere dekoloniale Bestrebungen auch – ein kollektives Projekt.

Forschende der Konfliktforschung spielen hierbei eine wichtige Rolle, tragen sie doch mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten zu den Repräsentationen und Bedeutungszuschreibungen gegenwärtiger Konflikte bei. Hierfür bedarf es einer kontinuierlichen kritischen Auseinandersetzung nicht nur mit herrschenden Ethiken, Paradigmen und Epistemen, sondern ebenso mit deren affektiver Wirkung.

Anmerkung

1) Dabei vollzog sich kaum ein Bürgerkrieg der vergangenen Jahre ohne äußeren Einfluss. Im Gegenteil gibt es zahlreiche Beispiele – etwa Syrien, Afghanistan, Jemen und Sudan – in denen externe Interventionen scheinbar interne Konflikte in einer neuen Weise eskalieren ließen. Es stellt sich also grundsätzlich die Frage, wieso komplexe Konfliktkonstellationen zugunsten eines Terminus Technicus entkontextualisiert werden.

Literatur

Ahmed, S. (2014): The cultural politics of emotion. Edinburgh: University Press.

Armitage, D. (2018): Bürgerkrieg. Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte. Klett-Cotta, Stuttgart.

Brand, U.; Wissen, M. (2017): Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. München: oekom.

Brennan, T. (2004): The transmission of affect. Cornell University Press.

Butler, J. (2009): Frames of war: When is life grievable? Verso: New York.

Clough, P.; Halley, J. (2007): The affective turn: Theorizing the social. Durham: Duke University Press.

Deleuze, G.; Guattari, F. (2013[1987]): A thousand plateaus. London: Bloomsbury Academic.

Fanon, F. (2001[1963]): The wretched of the earth. London: Penguin Classics.

Kohpeiß, H. (2023): Bürgerliche Kälte. Affekt und koloniale Subjektivität. Frankfurt, New York: Campus Verlag.

Massumi, B. (2002): Parables for the virtual: Movement, affect, sensation. Durham: Duke University Press.

Slaby, J. (2023): Das Ungefühlte – Affektivität und Wirklichkeit in Zeiten der ökologischen Katastrophe. Unveröff. Manuskript, janslaby.com.

Slaby, J.; Mühlhoff, R. (2019): Affect. In: Slaby, J.;von Scheve, C. (Hrsg.): Affective societies. Key concepts. New York, London: Routledge. S. 27-41.

Trouillot, M. (1995): Silencing the past: Power and the production of history. Boston: Beacon Press.

Saskia Jaschek promoviert an der Universität Bayreuth mit einer Forschung zur revolutionären Bewegung Sudans und ihrem Widerstand gegen den 2021 ausgeführten Militärputsch.

erschienen in: Wissenschaft & Frieden 2025/1 Wider das Vergessen, Seite 32–34