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2020-1
Atomwaffen – Schrecken ohne Ende?

Aktueller Beitrag

öffnen Call for Papers: Krieg. Frieden. Geld?

W&F-Redaktion

Die Zeitschrift »Wissenschaft und Frieden« (W&F) befasst sich in Heft 3/2020 (Redaktionsschluss 6. Juni 2020) mit der Frage nach »Krieg. Frieden. Geld?«. Call-Ende verlängert: 22. März 2020
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2020-1 Atomwaffen – Schrecken ohne Ende?

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren markierten etwas bis dahin nie Dagewesenes. Anders als bei den Kämpfen und Massenbombardements des Zweiten Weltkriegs, die in Europa und Asien Millionen Menschenleben auslöschten, brachte hier jeweils eine einzelne Bombe den Massentod. Im Kalten Krieg bestand die Gefahr, dass Dutzende Länder Nukleararsenale erwerben und mit dem Einsatz drohen. Das wurde mit dem nuklearen Nichtverbreitungsvertrag verhindert, der vor 50 Jahren in Kraft trat. Der Schrecken durch Atomwaffen aber existiert weiter und nimmt ohne Abrüstungsverträge sogar wieder zu. W&F 1-2020, »Atomwaffen – Schrecken ohne Ende« befasst sich mit einigen Facetten des Themas.

Außerhalb des Schwerpunkts erläutert Michael T. Klare die »Pompeo-Doktrin« und wie die USA die Klimaveränderungen in der Arktis zu ihrem Vorteil nutzen wollen.

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Dossier 88

Verifikation nuklearer Abrüstung

 Verifikation nuklearer Abrüstung

Die nukleare Rüstungskontrolle und Abrüstung sind in eine schwere Krise geraten. Diese Krise zu lösen und Rüstungskontrolle zu erhalten wird schwer genug; um darüber hinaus zukünftig bedeutende Reduktionen nuklearer Arsenale zu erreichen, sind u.a. neue Verifikationsverfahren und -vereinbarungen notwendig, die geeignet sind, reale Abrüstung zuverlässig zu überprüfen. W&F-Dossier 88, »Verifikation nuklearer Abrüstung« beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Gastkommentar

zum Artikel Frieden in Bewegung

Michael Müller
Gastkommentar

Die Rüstungsausgaben erreichen heute neue Rekordhöhen, die weit über denen von 1988 liegen, dem letzten Jahr der noch in Ost und West gespaltenen Welt. Ein neuer Nationalismus macht sich breit. Das Kriegsgerassel wird lauter; die NATO führt immer größere Manöver durch; entlang der 1.700 km langen Grenzen zwischen der EU und Weißrussland/Russland vervielfacht sich die Stationierung von Militär; die Militärübungen haben sich in kurzer Zeit verfünffacht. Und jetzt wird es bis Mai 2020 mit »Defender Europe 20« auch noch ein provokantes US-Manöver mit Unterstützung von NATO und Bundeswehr geben. 75 Jahre nach Kriegsende ist dies ein schauerliches Signal einer geschichtsvergessenen Politik.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Der Sündenfall

Atomrüstung, Wissenschaft und die Verantwortung des Einzelnen

Franz Fujara

Welche individuelle Verantwortung und welche Gestaltungsspielräume haben Wissenschaftler*innen als Einzelpersonen? Diese immer wieder diskutierte Frage stellt sich beim Nachdenken über das größte Waffenbauprojekt der Menschheit, das »Manhattan-Projekt« zur Entwicklung der US-Atombombe. Dazu möchte ich einen Blick auf einige der wichtigsten Akteure werfen, dabei manche ihrer überlieferten Worte, ihr Tun, ihr Denken und Fühlen in Erinnerung rufen. Bei allen wird sich zeigen, wie klein ihre individuellen Einflussmöglichkeiten letztlich waren. So wie nach der Fertigstellung und erst recht nach dem Einsatz der Atombombe die Militär- und Machtlogik des Kalten Krieges jeden Bedenkenträger marginalisierte, zermalmte sie auch angebliche Systemfeinde.

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zum Artikel Atomwaffen – eine Übersicht

Regina Hagen

Obgleich die Zahl der vorhandenen Atomwaffen sinkt (der nachfolgenden Aufstellung zufolge sind es 13.490), rüsten alle Atomwaffenstaaten auf. Vor allem Russland und die USA nehmen Sprengköpfe aus der Gefechtsbereitschaft, planen aber – wie alle Atomwaffenstaaten – die »Modernisierung« ihrer Arsenale. Je nach Land gehört zur qualitativen Aufrüstung die Indienststellung neuer Trägersysteme (Flugzeuge, ballistische Raketen, Marschflugkörper, Hyperschallraketen, U-Boote) sowie die Entwicklung und Einführung qualitativ verbesserter Sprengköpfe. Einige Staaten vergrößern außerdem ihre Vorräte an Spaltmaterial (hoch angereichertes Uran und/oder Plutonium).

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zum Artikel Das Ende der »Frist«

Die atomare Abschreckung im Licht der römisch-katholischen Soziallehre

Heinz-Günther Stobbe

Kaum präsent ist die Ablehnung der Atombewaffnung durch die römisch-katholische Kirche schon seit Ende der 1940er Jahre. Überlagert wurde sie durch die Missinterpretation der so genannten Fristsetzung, also der Zeit, die gegeben wurde, um Atomwaffen vollständig abzurüsten. Diese Zeit ist nun abgelaufen.

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Unser Dank gilt der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die 2009 die Überarbeitung dieser Internetseiten förderte