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2018-4
Kriegsführung 4.0

2018-4 Kriegsführung 4.0

Die Militärgeschichte ist durchzogen von taktischen und technologischen Neuerungen, welche die jeweilige Form der Kriegsführung vollständig umkrempelten. Der Titel von W&F 4/2018, »Kriegsführung 4.0«, verweist darauf, dass sich die »moderne Kriegsführung« in riesigen Schritten weiterentwickelt. Der Schwerpunkt des Heftes wurde auf diejenigen technologischen und taktischen Neuerungen in der Kriegsführung gelegt, die aktuell auf eine grundlegende Umwälzung militärischer Angelegenheiten hindeuten: das militärische Agieren im Cyber- und Informationsraum sowie die immer weitere Automatisierung von Kriegsgeräten und Entscheidungsprozessen.

Die Artikel außerhalb des Schwerpunkts befassen sich mit den Chancen und Grenzen des Friedens nach dem Ersten Weltkrieg, mit einem Versöhnungsprojekt in Bosnien und mit Akteure und Ortsproduktionen im Grenzregime des »Fluchtsommers« 2015.

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Dossier 87

AfD, PEGIDA & Co.

Entstehung und Aufstieg einer völkisch-autoritären Massenbewegung

 AfD, PEGIDA & Co.

W&F-Dossier 87 befasst sich mit »AfD, PEGIDA & Co. Seit 2014 hat sich in Deutschland eine völkisch-autoritäre Massenbewegung gebildet, die politisch ihren Ausdruck in der AfD und in Gruppen wie PEGIDA findet. Sie lehnt Einwanderung und Interkulturalität ebenso ab wie religiöse oder sexuelle Vielfalt. Sie verbindet parlamentarische Präsenz mit Demonstrationen und Gewalt in den Straßen und strebt eine völkische Revolte an. Im Osten Deutschlands ist sie u.a. aufgrund spezifischer Erfahrungen der Entwertung von Biografien und erfolgreicher rassistischer Proteste gegen »Fremde« (Rostock, Hoyerswerda) besonders verankert. Die völkisch-autoritäre Bewegung ist schon jetzt eine Gefahr für Menschenrechte und Demokratie.

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Gastkommentar

zum Artikel »Offener Himmel«: Krise abgewendet?

Christian Nünlist
Gastkommentar

Seit dem Inkrafttreten des »Open Skies«-Abkommens (2002) gab es zwischen den USA, Kanada, Russland und 31 europäischen Vertragsstaaten weit mehr als 1.000 Inspektionsflüge. Der »Vertrag über den Offenen Himmel« symbolisiert ein wichtiges Element von militärischer Transparenz, Vertrauensbildung und Konfliktvermeidung im euro-atlantischen Raum. Er erlaubt eine jährlich definierte Anzahl unbewaffneter Beobachtungsflüge auf vorgängig mitein­ander vereinbarten Routen sowie Luftaufnahmen von militärischem Personal und Material.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Technologie als Achillesferse

Fallstricke der Drohnenkriegsführung

Pratap Chatterjee

Drohnen werden gelegentlich fast magische Fähigkeiten zugeschrieben: Sie könnten mit ihren Kameras aus vielen Kilometern Entfernung mit hoher Zuverlässigkeit Menschen identifizieren. Sie könnten mithilfe der Handyortung die Wege und Aufenthaltsorte gegnerischer Personen auf wenige Meter genau ermitteln. Sie würden Daten liefern, die es ermöglichen, die Anwesenheit von Zivilist*innen auszuschließen, bevor ein bestimmtes Ziel angegriffen wird. Kurzum: Sie würden es erlauben, einen »sauberen« Krieg zu führen, der die Zivilbevölkerung verschont. Pratap Chatterjee untersucht, was es mit diesen Behauptungen hat und warum sie mit der Realität allzu oft nur wenig zu tun haben.

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zum Artikel Kriegsführung 4.0

Ethische und rechtliche Implikationen

Daniele Amoroso & Guglielmo Tamburrini

Dieser Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Bemühungen der Internationalen Staatengemeinsschaft, sich mit den ethischen und völkerrechtlichen Fragen auseinanderzusetzen, die durch neue destabilisierende Militärtechnologien aufgeworfen werden.

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zum Artikel Grenzarbeiter*innen

Akteure und Ortsproduktionen im Grenzregime 2015

David Scheuing

Der »Balkan-Routen-Korridor«, der sich 2015 im Zuge des »langen Sommers der Migration« von Griechenland bis Deutschland erstreckte, war eine neue Form der transnationalen Grenzziehung quer durch Europa. Die Entstehung dieser »Geographie der Grenze« war den spezifischen Gegebenheiten und dem Handeln der Akteure der damaligen Fluchtbewegungen geschuldet. Vielfach wurden Regierungen und Geflüchtete als diese Akteure identifiziert. Humanitären Akteuren wird oft keine eigene Akteurs-Rolle zugestanden, oder diese wird weitgehend ausgeblendet. Um dieser Verkürzung zu begegnen, untersucht dieser Artikel die Rolle der beteiligten intermediären Akteure am Beispiel der (ehemaligen jugoslawischen) Republik Mazedonien.

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