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2019-4
Ästhetik im Konflikt

Aktueller Beitrag

öffnen Call for Papers: Friedensverständnisse, Friedensstrategien und Friedensprozesse

W&F-Redaktion

Die Vierteljahreszeitschrift »Wissenschaft und Frieden« lädt ein zur Einreichung von Artikelvorschlägen für den Schwerpunkt von Heft 2-2020, »Friedensverständnisse, Friedensstrategien und Friedensprozesse« (Arbeitstitel).
Abstracts mit maximal 5.000 Zeichen Länge werden bis 18.11.2019 erbeten.
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2019-4 Ästhetik im Konflikt

Bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2019 an den brasilianischen Photographen Sebastião Salgado leitete Wim Wenders seine Laudatio mit zwei Fragen ein : „Kann Photographieren ein Akt des Friedens sein ? Kann die Photographie friedensfördernd sein ?“ Photographien und andere künstlerische Werke provozieren überdies die Frage, wie die Darstellung von Leid und Zerstörung auf die Betrachter*innen wirkt – verharmlosend, abstoßend, aufklärend, versöhnend, aktivierend? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich die Artikel in W&F 4-2019, »Ästhetik im Konflikt«.

Außerhalb des Schwerpunktes denken zwei Autor*innen darüber nach, ob Sanktionen ein geeignetes friedenspolitisches Instrument sind, wird die zehnjährige Geschichte der Zivilklausel in Nordrhein-Westfalen aufgeblättert und anlässlich seines 50. Todestages der Friedensaktivist und -arbeiter Friedrich Siegmund-Schultze vorgestellt. Der Gastkommentar wirft einen Blick auf den aktuellen Konflikt in Kaschmir, und die kommentierte Presseschau beleuchtet die Reaktionen auf den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien.

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Dossier 88

Verifikation nuklearer Abrüstung

 Verifikation nuklearer Abrüstung

Die nukleare Rüstungskontrolle und Abrüstung sind in eine schwere Krise geraten. Diese Krise zu lösen und Rüstungskontrolle zu erhalten wird schwer genug; um darüber hinaus zukünftig bedeutende Reduktionen nuklearer Arsenale zu erreichen, sind u.a. neue Verifikationsverfahren und -vereinbarungen notwendig, die geeignet sind, reale Abrüstung zuverlässig zu überprüfen. W&F-Dossier 88, »Verifikation nuklearer Abrüstung« beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

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Gastkommentar

zum Artikel Kaschmir

Jochen Hippler
Gastkommentar

Die Situation im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs trägt alle Anzeichen einer Verhärtung der Krise und einer Verfestigung der dortigen Konflikte. In Indien wie in Pakistan weisen viele Beobachter*innen darauf hin, dass die weiter bestehende Einschränkung der Bürgerrechte und der Bewegungsfreiheit sowie die Blockade der Kommunikationsmittel nicht nur die wirtschaftliche Situation in Kaschmir schwer belasten. Sie führen auch dazu, dass große Teile der dortigen Bevölkerung die indische Regierung immer stärker als Feind wahrnehmen. Der schon lange schwelende Konflikt wird so massiv verschärft und immer schwerer lösbar.

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In der aktuellen Ausgabe

zum Artikel Konflikttextilien

Analytischer, ästhetischer und politischer Stoff für Friedensforschung und -arbeit

Christine Andrä & Berit Bliesemann de Guevara

Von textilen Wandbildern aus Zeiten der chilenischen Militärdiktatur bis hin zu bestickten Taschentüchern zum Gedenken an die Opfer des aktuellen Drogenkrieges in Mexiko: Textile Handarbeiten, die sich mit Krieg, Gewalt und Frieden auseinandersetzen, finden sich in unterschiedlichen Weltregionen und historischen Kontexten. Der folgende Beitrag stellt einige dieser Konflikttextilien vor, macht Vorschläge zu ihrer Nutzung in Friedensforschung und Friedensarbeit und diskutiert ihr emanzipatorisches Potenzial.

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zum Artikel Der zerbrochene Spiegel des Krieges

Der kolumbianische Bürgerkrieg im Werk von Jesús Abad Colorado

Claudia Maya & Stefan Peters

Kolumbien ist ein von Gewalt gezeichnetes Land. Auch deshalb waren die Hoffnungen auf ein Ende der Gewalt nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Regierung und Guerilla (FARC-EP) im Jahr 2016 groß. Angesichts zahlreicher Herausforderungen benötigt der Friedensprozess heute allerdings die Unterstützung aus Politik und Zivilgesellschaft. Der vorliegende Artikel zeigt am Beispiel einer Ausstellung des Künstlers Jesús Abad Colorado, dass die künstlerische Repräsentation und Dokumentation der Verbrechen durch die Fotografie ein wirkmächtiges Plädoyer für den Frieden sein kann, da es den Menschen die Gewalt der vergangenen Jahrzehnte und deren Konsequenzen aufzeigt.

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zum Artikel Sanktionen

Ein friedenspolitisches Instrument?

Christine Schweitzer & Helmut Lohrer

Sanktionen, also nichtmilitärische Strafmaßnahmen, die der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, immer häufiger aber auch einzelne Staaten oder Staatenbündnisse gegen andere Staaten verhängen, sind auch in der Friedensbewegung wieder stärker in der Diskussion. Unilaterale Sanktionen, etwa das US-Embargo gegen Kuba oder die Sanktionen des Westens gegen Russland nach der Krim-Annexion, werden in der Friedensbewegung einhellig abgelehnt. Keine Zustimmung finden aber auch dem Völkerrecht entsprechende Sanktionen, wie die gegen den Irak Saddam Husseins, unter denen die Zivilbevölkerung massiv litt. Dennoch bleibt die Frage, ob aus dieser Kritik eine generelle Ablehnung jedweder Form von Sanktionen abgeleitet werden muss oder ob Sanktionen aus friedenspolitischer Sicht unter bestimmten Voraussetzungen doch eine Option sein können.

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