W&F 2025/2

Nachgefragt: Ukraine im 3. Kriegsjahr

Im Gespräch mit Zivilgesellschaft vor Ort

Interview mit Yana Salakhova und Serhiy Danylov

Es sind drei Jahre vergangen, seit die russische Armee im Februar 2022 einen Krieg gegen die Ukraine begann. Dieser Krieg wird seither auch in Deutschland aufs Kontroverseste diskutiert. Vor allem die komplexe Frage nach einer möglichen Friedensperspektive spaltet die Friedensbewegten hierzulande. Währenddessen ist in der Ukraine eine friedensengagierte Zivilgesellschaft mit den Auswirkungen des Kriegs in seinem dritten Jahr konfrontiert. Felix Schimansky-Geier, im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes als Landeskoordinator der deutschen Organisation KURVE Wustrow in die Ukraine entsandt, sprach mit Mitarbeiter*innen zweier Partner-Organisationen vor Ort. Das folgende Interview erlaubt Einblicke in Positionen und Eindrücke einer friedens­politisch engagierten Zivilgesellschaft im Angesicht eines Krieges.

Felix Schimansky-Geier: Um einen ersten Eindruck zu bekommen: Wie würden Sie den Zustand der ukrainischen Gesellschaft drei Jahre nach Beginn des Angriffskriegs beschreiben?

Yana Salakhova: Der von Russland geführte Krieg gegen die Ukraine hat mehrere Gruppen unverhältnismäßig stark betroffen. Binnenvertriebene, von denen einige bereits seit 2014 mehrfach und 2022 erneut vertrieben wurden, tragen eine schwere Last. Eheleute von Soldat*innen an der Front leben seit Jahren in ständiger Sorge. Die tiefe Trauer der Eltern, die ihre Kinder begraben haben, der Kinder, die ihre Eltern verloren haben und der frischverwitweten ist unermesslich. Auch Zivilist*innen und Militärangehörige, die aus der Gefangenschaft entlassen wurden, Veteran*innen und Menschen, die jahrelang in quälender Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen gelebt haben, tragen tiefe Narben. Jene, die jetzt im Ausland leben, haben ihre eigenen, durch den Konflikt geprägten Erfahrungen. Nicht zuletzt wachsen Kinder in einer Kriegsrealität auf: Mein 8-jähriger Sohn kann das Luftangriffsalarmsignal hinter dem Fenster hören, noch bevor es auf dem Handy erscheint und alle auffordert, sich in einen fensterlosen Korridor zu begeben. Neulich vermischte er unsere Realität mit seinem Lieblingszeichentrickfilm und fragte mich, ob es im Dschungel Luftangriffsalarm gibt.

All diese Menschen verdienen eine gesellschaftliche Akzeptanz ihrer Kriegserfahrungen, die frei von Vergleichen ist und auf Respekt und Würde beruht. Der Aufbau einer soliden und inklusiven Erinnerungskultur ist vor dem Hintergrund der anhaltenden russischen Invasion sehr komplex. Die Gesellschaft muss zum einen eine neue Kultur der öffentlichen Kommunikation erlernen und kultivieren, die ihre Erfahrungen anerkennt – einschließlich derer unterrepräsentierter sozialer Gruppen. Zeitgleich muss sie dafür sorgen, dass ihre Rechte gewahrt werden, insbesondere im Sozialen, der Gesundheitsversorgung und der Entschädigung für Sachschäden.

Serhiy Danylov: Grundsätzlich besteht die ukrainische Zivilgesellschaft aus verschiedenen Tätigkeitsbereichen und vielfältigen Formen der Mobilisierung von innergesellschaftlichen Kräften und Aktivitäten. Der zermürbende Krieg hat die organisierte Zivilgesellschaft, also auch Millionen ukrainischer Freiwilliger und Ehrenamtlicher, ermüdet und auch die internationalen Unterstützer zusehends erschöpft. Dabei war die Einstellung der Finanzierung durch USAID Anfang des Jahres für viele Organisationen ein schwerer Schlag. Zwar gab es nach dem Finanzierungsstopp eine neue Welle der Mobilisierung aus der Gesellschaft und einen Anstieg an privaten Spenden, die diese Lücke auszugleichen versucht – ähnlich dem Potenzial von Anfang 2022, weil die Situation wie eine Wiederholung der existenziellen Bedrohung von damals wirkt aber diese Welle ändert natürlich nichts an der offensichtlichen Tatsache, dass in der ukrainischen Gesellschaft eine tiefe Müdigkeit herrscht.

Felix Schimansky-Geier: Aus unserer Arbeit vor Ort wissen wir von der hohen Mobilisierung der ukrainischen Zivilgesellschaft, vor allem zu Beginn des Kriegs. Wie beschreiben Sie die Auswirkungen des Kriegs auf die organisierte Zivilgesellschaft heute? Was sind ihre dringendsten Probleme und Bedürfnisse?

Yana Salakhova: Ich würde die ukrainische Zivilgesellschaft derzeit wie einen Zug beschreiben, der zu fahren versucht, obwohl er angegriffen wird und einige seiner Waggons beschädigt sind. Aufgrund ihrer starken horizontalen Vernetzung haben sich ukrainische NGOs und Initiativen schnell an die neue Realität angepasst, etwa die Luftangriffswarnungen und Stromausfälle. Sie machen sich flexibel in Bezug auf die sich ständig ändernden Bedürfnisse der Menschen, für die sie zu sorgen versuchen. Das Gleiche gilt für Planungen vor dem Hintergrund einer absolut unklaren Zukunft, in der ständig Kolleg*innen eingezogen, verwundet oder getötet werden könnten.

Zudem ist es gar nicht so einfach, eine gute Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, wenn man andauernd mit Nachrichten von der Front und von beschädigten Häusern, verwundeten oder getöteten Angehörigen konfrontiert ist. Was ist im Vergleich dazu überhaupt noch wichtig? Wir sind müde, aber nicht so müde wie unsere Soldat*innen, die jede Sekunde kämpfen, uns schützen und uns die Möglichkeit geben, unsere Arbeit fortzusetzen. Auch dieses Verständnis gibt uns die Energie, um weiterzumachen.

Serhiy Danylov: In den letzten Jahren haben sich die meisten ukrainischen NGOs stark professionalisiert, diversifiziert und fast alle haben ihre spezifische Nische gefunden, um Dienstleistungen für die Gesellschaft zu erbringen. Die meisten von ihnen unterstützen auch die ukrainische Armee, ausgewählte Einheiten, oder tragen in Zusammenarbeit mit unabhängigen und Freiwilligen-Organisationen zur Finanzierung von Großprojekten bei.

Gegenwärtig ist das größte Problem die sichtbare und spürbare Erschöpfung der Aktivist*innen, von denen auch eine beträchtliche Anzahl zu den ukrainischen Streitkräften abgewandert ist. Daher ist es notwendig, neue Freiwillige für die zivile NGO-Arbeit zu gewinnen. Es gibt auch nach wie vor Herausforderungen, die mit der Einbindung von NGOs in die Umsetzung von humanitären Projekten entstehen, wie die Verteilung von Sachleistungen. Diese Hilfe war anfangs in den befreiten Gebieten, [von der Ukraine zurückeroberte Gebiete, die zeitweise unter russischer Kontrolle standen, Anm. d. Red.] von enormer Bedeutung. Aber ihre Fortsetzung hat zu einer Reihe von akuten Problemen in den Gemeinden geführt und die Menschen in einen Zustand der erlernten Hilflosigkeit versetzt. Diese Programme werden nun angepasst, aber die soziale Atmosphäre hat bereits Schaden genommen. Ein weiteres Problem besteht darin, Mittel zu finden, nachdem die US-Regierung ihre Finanzierung eingestellt hat.

Felix Schimansky-Geier: Um ein besseres Verständnis für die Arbeit der friedenspolitisch organisierten Zivilgesellschaft in der Ukraine zu bekommen, wäre es toll, einige Einblicke in die Ansätze der KURVE Wustrow-Partner*innen zu bekommen. Wie und woran arbeiten Sie derzeit?

Serhiy Danylov: Der Krieg hat alle bestehenden Konflikte in den Gemeinden verschärft. Konflikte in den Gemeinden verstärken das Gefühl der gesellschaftlichen Ungerechtigkeit und verringern die Effektivität der lokalen Behörden und der lokalen Aktivist*innen. Deshalb haben wir eine klare Bitte von vielen Gemeinden erhalten, bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu helfen. Das ist unsere Priorität bei AMES und in der Ukrainian Peace­building School: Wir bieten Schulungen für lokale Behörden und Aktivist*innen in Grundkenntnissen der Konfliktforschung an, die durch eigene Bildungsmaterialien ergänzt werden.

Yana Salakhova: Ich leite die ukrainische NGO »Theatre of Change« (Театр змін). Wir arbeiten mit partizipativen Methoden des »Theaters der Unterdrückten«. Dabei unterstützen wir Menschen, die mit Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung konfrontiert sind, und befähigen sie dazu, ihre Probleme zu artikulieren, Machtdynamiken und verfügbare Unterstützung zu analysieren und verschiedene Lösungsstrategien zu entwickeln. Wir sensibilisieren die Öffentlichkeit und fördern die Solidarität unter den Bürger*innen.

Nach zehn Jahren Krieg und drei Jahren des vollständigen Einmarschs Russlands in die Ukraine konzentriert sich »Theatre for Change« auf die Bewältigung der längerfristigen Folgen des Krieges und den Wiederaufbau einer widerstandsfähigen und geschlossenen ukrainischen Gesellschaft. Fokus ist die Förderung des Dialogs und die Stärkung der nationalen Identität angesichts der anhaltenden Herausforderungen. Das Publikum soll ermutigt werden, sich mit verschiedenen Erzählungen zu verbinden und Empathie aufzubauen. Ein Beispiel: Das jüngste Forum-Theaterstück mit dem Titel »Er, sie und der Krieg« macht deutlich, dass die Gesellschaft die Bedürfnisse von Kriegsveteraninnen mit Behinderungen verstehen und berücksichtigen muss und dass ihre Partner*innen durch Kommunikations- und Betreuungsdienste entlastet werden müssen. Durch ein anderes Stück erkannte ein lokaler Beamter, dass die Sicherung besserer Unterkünfte für Vertriebene diese dazu ermutigen würde, in der Stadt zu bleiben, was dazu beitragen würde, freie Stellen zu besetzen und die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Forumtheater erleichtern das Verständnis zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen, bieten ein kreatives Ventil und Raum für Reflexion.

Felix Schimansky-Geier: Danke für diese Eindrücke. Ich würde gern noch einige Einschätzungen zur Situation der internationalen Beziehungen und globaler Entwicklungen in Bezug auf die Ukraine einholen. Z.B. die USA: Bereits kurz nach der letzten Wahl kam es zu einem Eklat zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump, weil dieser nun mit Amtsantritt seine finanzielle Unterstützung für die Ukraine drastisch reduzieren und vermeintlich auf Verhandlungen mit Putin setzten will. Wie stehen Sie zu Trumps Agenda? Und wie zu den Verhandlungen in Saudi-Arabien?

Yana Salakhova: Zunächst würde ich hervorheben, dass die letzten Jahre gezeigt haben, dass die Ukraine einen echten Friedenswillen hat, während Russland anscheinend nur versucht, die derzeitige Kriegssituation auszudehnen. Meiner Ansicht nach haben die EU-Länder ihre Verlässlichkeit als Partner der Ukraine unter Beweis gestellt, indem sie die Rolle der Ukraine im Verhandlungsprozess anerkennen und sich für Garantien für einen dauerhaften Frieden einsetzen. Hierbei ist entscheidend, dass wertvolles Fachwissen und Hilfe für die Ukraine geboten werden. Obwohl die ukrainische Regierung dies gegenüber den US-Vertretern sehr deutlich gemacht hat, hat sich ihre vormals empathische Strategie zu einem pragmatischeren Ansatz hin gewandelt. Dieser ist weiterhin konsistent mit der Friedensformel.

Serhiy Danylov: Die gegenwärtige US-Regierung hat keine gut durchdachte Politik gegenüber der Ukraine. Wir beobachten ein impulsives und personalistisches Vorgehen, das von der Haltung des US-Präsidenten bestimmt wird. Ich hatte die Gelegenheit zu sehen, wie die Schließung von USAID in der Ukraine ablief. Es war ein völlig unorganisierter, chaotischer Prozess, der manchmal von zufälligen Faktoren beeinflusst wurde. Aus diesem Beispiel und einigen anderen Beobachtungen können wir schließen, dass es heute in den Vereinigten Staaten praktisch keine durchdachte »Politik« im traditionellen Sinne gibt. Es gibt eine Reihe von Verhandlungspraktiken mit einem unterschiedlichen Grad an Brutalität. Die ukrainische Gesellschaft hat die »Verhandlungen« im Oval Office schmerzhaft zur Kenntnis genommen. Es war ein echter Schock. Die Verhandlungen in Saudi-Arabien werden in diesem Kontext als eine Möglichkeit gesehen, Zeit zu gewinnen – Zeit, bis eine günstigere Situation entsteht.

Felix Schimansky-Geier: Die scheidende deutsche Außenministerin Annalena Baerbock spricht sich für eine Fortsetzung und Ausweitung der Waffenlieferungen aus. Andere fordern angesichts des Wettrüstens und der Zweifel an einem militärischen Sieg über Russland stattdessen härtere Sanktionen und Verhandlungen. Wie würden Sie die aktuellen westlichen Debatten über die weitere Unterstützung der Ukraine kommentieren?

Serhiy Danylov: Zunächst einmal sind meines Erachtens schärfere Sanktionen kein Ersatz für militärische Unterstützung. Dies ist ein existenzieller Krieg. Sie müssen sich vorstellen: Das Überleben der Ukraine und der Ukrainer*innen hängt davon ab, die imperialistische Politik Russlands gegenüber der Ukraine einzudämmen. Nach Trumps Wahlsieg hat Russland eine öffentliche Kampagne gestartet, die das Ziel der Invasion klar zum Ausdruck bringt: Die Ukrainer*innen als Nation sollen vernichtet werden. Verhandlungen nutzt Russland nur, um sich vorübergehende Vorteile zu verschaffen. Sanktionen werden keine Menschenleben retten, wenn die Frontlinie durchbrochen wird, und Waffenlieferungen werden nicht dazu beitragen, Russlands Ressourcen für die Kriegsführung zu erschöpfen. Es handelt sich um zwei ergänzende Instrumente, um den Aggressor zu stoppen.

Yana Salakhova: Ich schreibe meine Antworten auf diese Fragen, nachdem ich gerade die Nachrichten von sechs getöteten Kindern auf dem Spielplatz an einem sonnigen, warmen Frühlingstag in Kryvyi Rih gesehen habe und ihre Angehörigen in der Nähe der Leichen weinen. Ich schreibe diese Antworten, weil wir in der Stadt Kiew ein Luftverteidigungssystem haben, das unser Leben schützt und uns ermöglicht, unseren Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden mit militärischen Mitteln zu äußern.

Das ukrainische Militär, das durch die anhaltende Unterstützung der EU-Staaten gestärkt wird, ist ein entscheidender Garant für einen dauerhaften und gerechten Frieden in der Region. Angesichts der demonstrativen Missachtung diplomatischer Lösungen durch Russland bleibt auch die Gefahr einer Eskalation innerhalb der EU eine große Sorge, insbesondere im Zusammenhang mit den laufenden Waffenstillstandsverhandlungen. Ich unterstütze daher die Entscheidung von Friedrich Merz, eine größere europäische Autonomie im Verteidigungsbereich anzustreben, einschließlich einer Aufstockung der Haushaltsmittel.

Felix Schimansky-Geier: Zu guter Letzt wäre meine Frage noch, was Sie als Ukrainer*innen sich von der deutschen Politik, den deutschen zivilgesellschaftlichen Bewegungen und von transnationalen Organisationen wie der NATO wünschen würden?

Yana Salakhova: Gemeinsame Investitionen in militärische Aspekte sehe ich im Angesicht der Bedrohungslage als unerlässlich an. Neben der militärischen Unterstützung und den Friedensgarantien gibt es aber weitere wichtige Bereiche für ein deutsches Engagement. Die deutsche Zivilgesellschaft kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie die Ukrainer*innen unterstützt, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Dazu gehört auch, sich für die Freilassung von zivilen und militärischen Kriegsgefangenen einzusetzen, die Rückkehr deportierter Kinder zu erleichtern und die Dokumentation und Aufklärung von internationalen und Kriegsverbrechen und zu unterstützen. Diese Bemühungen sind unerlässlich, um alle Verantwortlichen für die immensen Schäden und Verluste zur Rechenschaft zu ziehen. Im Sinne der ukrainischen Wiederaufbauprogramme ist es darüber hinaus von besonderer Bedeutung, demokratische, transparente und integrative Entscheidungsprozesse zu unterstützen, die die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen stärken und den sozialen Zusammenhalt fördern.

Serhiy Danylov: Ich würde mir vor allem wünschen, dass man besser versteht, dass das Putin-Regime nicht aufzuhalten ist. Leider wird nur das Ende des Putin-Regimes die weitere Expansion und den Krieg stoppen. Ich weiß, wie unangenehm dieser Gedanke ist, aber ich sehe keine andere Möglichkeit, diesen Wahnsinn zu stoppen. Es muss eine Strategie entwickelt werden, die nicht auf Abschreckung, sondern auf die Zerschlagung der Regierung in Russland abzielt. Eine solche Strategie beinhaltet militärische Unterstützung für die Ukraine. Verschiedene Formen des Drucks auf Russland und wohl auch die Neuorientierung Deutschlands selbst sollten demonstriert werden, einschließlich der Bereitschaft, für europäische Werte und Freiheit zu kämpfen.

Serhiy Danylov ist stellvertretender Direktor der ukrainischen NGO »Association of Middle East Studies« (AMES) und Forscher in der Abteilung für den Modernen Mittleren Osten am Institut für Orientalische Studien der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Danylov ist Mitbegründer der 2014 gegründeten Ukrainian Peacebuilding School und dort Koordinator der Projekte in der südukrainischen Region Kherson. Seit dem Beginn der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine ist er vertieft in die Untersuchung der russischen Aggression involviert.
Yana Salakhova ist eine Menschenrechtsaktivistin und Analystin für Fragen der Gleichheit, Vielfalt und dem Schutz von Minderheitsrechten sowie der Bekämpfung von Diskriminierung und Hassverbrechen in der Ukraine. Sie arbeitete über 10 Jahre u.a. mit dem UNHCR und der IOM zusammen und ist Mitorganisatorin der Initiative Jokers Tsunami, die eine Reihe von Workshops des Theaters der Unterdrückten für Teilnehmende der Revolution der Würde in fünf Städten der Ukraine durchführte. Salakhova war Vorstandsvorsitzende von »Theatre for Dialogue« und ist Leiterin von »Theatre for Change«, hat eine ukrainische Schule für die Methoden des Theaters der Unterdrückten gegründet und ein Netzwerk von Menschen aufgebaut, die die Methoden des Theaters der Unterdrückten anwenden.

Das Interview wurde Anfang April 2025 aufgezeichnet. Als Format gibt es Raum für die Perspektiven Betroffener in Kriegsgebieten. Die Aussagen der interviewten Personen spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.

erschienen in: Wissenschaft & Frieden 2025/2 Nicht Verzagen! Weitermachen in Zeiten multipler Krisen, Seite 23–25