Unsichtbarer Genozid
Zu Fehlinterpretationen bezüglich der Konflikte in der Großregion Ruanda, Burundi, Kongo
von Anne D. Peiter
Vor etwas mehr als 30 Jahren, nämlich zwischen April und Juli 1994, wurden drei Viertel aller Tutsi Ruandas in einem Genozid ermordet, der sich mit ungeheurer Schnelligkeit über das gesamte Land ausbreitete. Der Mordapparat beging seine Verbrechen vor aller Augen, praktisch ohne Geheimhaltungsversuche. Wie kam es dazu, dass die Internationale Gemeinschaft dennoch nicht eingriff? Und warum sah sich auch Deutschland trotz der Shoah nicht in der Verantwortung? Warum funktionierte die Prävention und Intervention der Internationalen Gemeinschaft nicht? Die Antwort liegt auch in der kolonialen Vorgeschichte des Genozids.
Der Genozid an den Tutsi Ruandas kostete im Frühjahr und Sommer 1994 zwischen 800.000 und mehr als eine Million Menschen das Leben. Unter ihnen waren – demographisch bedingt – viele Kinder (Dumas 2020). Massaker, Plünderungen, Massenvergewaltigungen und Vertreibungen hatte es schon seit der sogenannten »sozialen Revolution« des Jahres 1959 gegeben (Prunier 1995; Mugesera 2014). Die Katastrophe des Jahres 1994 ist jedoch ein Beispiel für eine Gewalt, die trotz ihrer Sichtbarkeit nur mit starker Verzögerung die notwendigen Reaktionen von Seiten der UNO auslöste. Als nach Wochen des Zögerns endlich das Wort »Genozid« Verwendung fand, war es für die meisten Verfolgten bereits zu spät (Melvern 2024).
Während die belgische und französische Forschung nicht zuletzt wegen der schuldhaften Rolle ihrer Länder – man denke besonders an die folgenreichen Fehleinschätzungen durch François Mitterrand – zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Genozid und seiner Vorgeschichte gefunden hat (Duclert et al. 2021), ist in Deutschland ein genereller Mangel an Interesse festzustellen, der durch die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag im April 2024 nicht wesentlich durchbrochen wurde (Peiter 2024a, S. 312-346).
Deutsche Ignoranz und Stereotypen
In vielerlei Hinsicht fehlt es an Geschichtsbewusstsein und Kenntnissen der neueren politischen Entwicklungen in der Region. Post-koloniale Studien konnten zwar zu einem zunehmenden Bewusstsein für den Genozid des deutschen Kolonialapparates an den Herero und Nama Namibias beitragen (Zimmerer 2001), doch dass die Deutschen in Ruanda als Teil von »Deutsch-Ostafrika« die erste Kolonialmacht waren, ist weitgehend in Vergessenheit geraten (Peiter 2023a, S. 181-194).
So erklärt sich z.B., dass der so genannte »Hamiten-Mythos«, der ab den 1890er Jahren allmählich zur künstlichen Ethnifizierung der ruandischen Bevölkerung beigetragen hat (Chrétien und Kabanda 2016), in Deutschland kaum bekannt ist. Die Separierung nach Ethnien, die sich, befördert durch die Übertragung antisemitischer Klischees auf die Tutsi, über Jahrzehnte in einer einseitigen Privilegierungspraxis Bahn gebrochen hatte, bildete die ideologiegeschichtliche Grundlage für den Genozid hundert Jahre später (zu den Ursprüngen: Rohrbacher 2002). Die Langzeitfolgen dieser völlig unhaltbaren, anthropologischen wie anthropometrischen Theorien blieben und bleiben weiterhin unbeachtet (zur Vorgeschichte: Peiter 2024b, S. 127-157).
Es ist also nicht wirklich verwunderlich, dass 2017, also zu einem sehr späten Zeitpunkt, mit Hilfe deutscher Gelder in der ruandischen Hauptstadt Kigali feierlich das »Kandt-House-Museum« eingeweiht wurde. Es handelt sich dabei um ein naturkundliches Museum, das, ohne sich dies bewusst zu machen, Kolonialapologie betreibt. Dies dokumentiert sich schon im Namen der Institution: Richard Kandt war der erste Kolonialresident des Deutschen Kaiserreichs und in dieser Funktion sowohl für die Verbreitung des Hamiten-Mythos, als auch für Bestrafungsaktionen mit der Nilpferdpeitsche, Plünderungen und Morde an Einheimischen verantwortlich gewesen. In seinem bekannten »Reisebericht« »Caput Nili« beschrieb er selbst dies in aller Offenheit.
Auch generelle Klischees zu Afrika standen – und stehen bis heute – einer adäquaten Wahrnehmung des ostafrikanischen Landes im Wege. Noch 1994 war in der deutschen, und allgemeiner noch, westlichen Presse oft die Rede von „tribalen Auseinandersetzungen“ oder „Stammesfehden“, die, so die Behauptung, quasi „naturgegeben“ die ruandische wie burundische Geschichte geprägt hätten (Beispiele für solche Formulierungen finden sich quer durch die deutsche Presse, z.B. im »Spiegel«). Im Grunde wurde schon im Frühjahr 1994 die Grundlage für die negationistische Rede vom »doppelten Genozid« gelegt. Behauptet wurde, die Opfer seien gar nicht so sehr Opfer, sondern vor allen Dingen Täter*innen gewesen, die umgekehrt die Vernichtung der Hutu geplant hätten. In Deutschland wiederum wurde der Genozid an den Tutsi lange gar nicht als solcher erkannt, weil man »dem« Afrikaner generell eine Art von Hang zum „Blutrausch“ zuschrieb. Die Spiegelmetaphorik, die besagte, es habe 1994 eben jeder jeden töten wollen, fügte sich gut in diese rassistischen Afrikaklischees ein. Bis heute hat sich daran nicht viel verändert.
Mangelndes Kontextwissen
Nicht zuletzt daher wurden die Bedeutung und die Konsequenzen von Fluchtbewegungen und Vertreibung im Vorfeld von der internationalen Gemeinschaft nicht gesehen, so dass adäquate Reaktionen auf den Genozid ausblieben. Massive Gewalt in Burundi hatte schon lange vor 1994 Fluchtbewegungen von burundischen Hutu Richtung Ruanda hervorgebracht; umgekehrt hatte es seit 1959 immer wieder Vertreibungen ruandischer Tutsi Richtung Burundi (und andere Anrainerstaaten) gegeben (Peiter 2024c, S. 317-338). Die Konflikte verliefen also keineswegs nur im Rahmen von nationalstaatlichen Entitäten, sondern gewannen durchgängig eine grenzüberschreitende Dimension. Kenntnisse vom Elend der Hutu-Flüchtlinge in Ruanda verstärkten z.B. das Misstrauen der burundischen Hutu gegenüber den burundischen Tutsi, so wie wiederum der Umstand von ruandischen Exil-Tutsi, die nach Burundi geflohen waren, die These der Hutu-Mehrheit in Ruanda verstärkte, all die Tutsi, die nicht geflohen waren, seien »gefährliche Spione« der »Verräter draußen«. Gewaltprävention hätte in diesem Kontext bedeuten müssen, systematisch in Begriffen einer Großregion zu denken, d.h. die Interaktionen zwischen verschiedenen Konflikten und Staaten in das Bemühen um Frieden und Gewaltlosigkeit einzubeziehen.
Die Forderung der Exilierten, als Staatsbürger*innen Ruandas anerkannt zu werden, erhöhte die Angst der Hutu-Extremist*innen in Ruanda, weil es schien, dass die Remigration nach Jahren und Jahrzehnten des Wartens nun mit Hilfe militärischer Gewalt durchgesetzt werden würde; die Angst vor den Tutsi schürte wiederum die Überzeugung, alle Konflikte in den Nachbarstaaten nähmen vorweg, was bei einem selbst passieren könnte; all das, was man in diesem Kontext als möglich antizipierte, erhöhte die sprachliche Dehumanisierung und Animalisierung der prospektiven Opfer; alle internationalen Bemühungen um Frieden wurden interpretiert als Machenschaft der Tutsi, die ihre einstige Monarchie wieder aufrichten und sich an die Hebel der Macht bringen wollten usw.
Die internationale Gemeinschaft erkannte nicht, dass der Bürgerkrieg der Jahre 1990-1994 in Ruanda zum Katalysator einer umfassenden Vernichtungsabsicht avancierte. Der „Genozid auf dem Dorfe“ (Dumas 2014) griff auf eine lange Geschichte der Gewöhnung an Gewalt zurück und verstärkte die damit verbundene Erwartung der Täter*innen, wieder einmal straflos davonzukommen (Peiter 2023b, S. 89-98). Erinnerungspolitische Studien wären notwendig gewesen, um zu verstehen, dass bewusst kollektive Ängste vor dem »Anderen« geschürt wurden, um vergangene Konflikte zu aktualisieren und für neue Auseinandersetzungen zu instrumentalisieren.
Schon die Terrorsprache verschiedener Radiostationen (Peiter 2023c, S. 149-175) und die Nutzung moderner Kommunikationsmittel (Chrétien 2002) hätten Wachsamkeit hervorrufen müssen. Entwicklungspolitische Programme förderten jedoch naiv das Hass-Radio, so dass der Vernichtungsplan ungehindert Form annehmen konnte.
Nimmt man hinzu, dass schon durch die Massengewalt, die zu Beginn der 1970er Jahre in Burundi von den burundischen Tutsi gegen die burundischen Hutu ausgeübt wurde (Melvern 2024), eine Großregion in Brand geraten war, so wird die These des Historikers Prunier plausibel, man habe es beim Genozid des Jahres 1994 mit den Konsequenzen eines afrikanischen »Weltkriegs« zu tun gehabt (Prunier 1995). Die Friedensverhandlungen von Arusha, die seit 1990 der ruandischen Bevölkerung Stabilität und den Tutsi-Exilant*innen die Möglichkeit zur Rückkehr in ihre Heimat hatten bringen sollen, waren damals gescheitert. Das Demokratisierungsversprechen, das nach dem Fall der Berliner Mauer zu einem international geteilten Konsens einflussreicher, westlicher Staaten geworden war, hatte nicht genug Mittel zur Verfügung gehabt bzw. nicht genug Mittel finanzieren wollen, um Gleichberechtigung und Demokratie gegen die extremistisch-rassistischen Kräfte in Ruanda und deren Zerstörungswillen durchzusetzen.
Das Hauptproblem entsprang letztlich dem Umstand, dass die ausländischen Expert*innen, die mit der (kolonialen) Geschichte der Großregion und ihren erinnerungspolitischen Verwerfungen vertraut waren, kein Gehör fanden. Sie hatten bereits vor Augen, wie durch die Erstellung von Namenslisten und den Kauf von Waffen die Vorbereitung auf den Genozid gegen die ruandischen Tutsi konkret wurde (Human Rights Watch 1995).
Nationale Ziele – diskursive Verblendung
Gerade in Frankreich zeitigte die Freundschaft, die François Mitterrand mit seinem ruandischen Amtskollegen Juvénal Habyarimana unterhielt, dramatischste Folgen. So verteidigte Mitterrand z.B. eine Sprachpolitik, die von einer starken Aversion gegen die Tutsi geprägt war. In seinen Augen konnte die Verteidigung der französischen Sprache in Ostafrika nur gelingen, wenn Frankreich sich auf die Hutu stützte – und nicht etwa auf die Exiltutsi, die mit Uganda, Großbritannien und den USA, also dem anglophonen Raum, assoziiert wurden.
Aus deutscher Perspektive wäre es sicherlich hilfreich gewesen, wenn die Auseinandersetzung mit der Shoah die gedankliche Offenheit hervorgebracht hätte, dass andere Genozide möglich waren. 1994 zeigte sich, dass die Singularitätsthese, die wichtig war, um antisemitischen und negationistischen Tendenzen in Europa entgegenzuwirken, auch eine Kehrseite hat. Während der „andere Genozid“ (Stockhammer 2005) in Vorbereitung war, hätte die Fähigkeit des Vergleichens von verschiedenen, singulären Gewalt-Ereignissen zu einer Erweiterung der politischen Vorstellungskraft beitragen können. Hierdurch wäre antizipiert worden, dass Genozide wieder passieren können und dem Ruf „Nie wieder Auschwitz!“ eine wirklich praktische, nämlich außenpolitische Bedeutung zukommt (Peiter 2023d, S. 169-184). Stattdessen kam es zu einer kolonialgeschichtlich bedingten Exotisierung Ruandas und damit zur Unterschätzung der Gewaltbereitschaft der Akteur*innen dieses »populären« bzw. »volkstümlichen Genozids« (für diesen Begriff vgl. Kimonyo 2008).
Und der heutige Diskurs?
Es kann vor diesem Hintergrund kaum wundernehmen, dass aktuelle Debatten, die, ausgehend von migrationspolitischen Konzepten eines Boris Johnson, auch in der CDU/CSU Nachhall fanden, Ruanda auf verwirrend positive Weise beurteilen (Peiter 2024a, S. 347-368). Um Asylsuchende nicht im eigenen Land aufnehmen zu müssen, wird diskutiert, ihre Anträge im off-shore-Verfahren in Ruanda abarbeiten zu lassen. Ruanda wird inzwischen als „Singapur Afrikas“, „sicheres Drittland“, „Ruanda Modell“ oder „Phönix“ qualifiziert, der mit großer „Resilienz“ aus der „Asche“ des Genozids „gestiegen“ sei.
Übersehen wird durch solche Interpretationen nicht nur, dass die Angst vor einer Fortsetzung der genozidären Gewalt den Autoritarismus unter dem heutigen Präsidenten Paul Kagame grundiert. Es tritt auch kaum in Erscheinung, dass im Osten Kongos durch die Miliz der M23 extrem komplexe Konflikte mit sich stets verschiebenden Bündnissen eskalieren, die wiederum zu neuen Massenfluchten und Massakern führen (zur Geschichte dieser Konflikte: Mamdani 2001).
Wenn man die skizzierte Komplexität in ihrer Gesamtheit in den Blick nimmt, sieht man, dass eine eingehende Beschäftigung mit dem Genozid an den Tutsi Ruandas (und damit einhergehend mit seinen Ursprüngen) notwendig wäre. Empfehlenswert sind für diesen Zweck insbesondere die autobiographischen Schriften von Überlebenden (z.B. Esther Mujawayo, u.a. 2007), aber auch die des französischen Journalisten Jean Hatzfeld (u.a. 2004). Nur so können auch die heutigen Konflikte aus den immer gleichen Klischees heraustreten und kann eine wirklich kenntnisreiche Auseinandersetzung mit den Konflikten beginnen (Peiter 2019).
Literatur
Chrétien, J.-P. (Hrsg.) (2002): Rwanda. Les médias du génocide. Paris: Éd. Karthala.
Chrétien, J.-P.; Kabanda, M. (2016): Rwanda. Racisme et génocide. L’idéologie hamitique. Paris: Belin.
Duclert, V. et al. (2021): La France, le Rwanda et le génocide des Tutsi (1990–1994). Rapport remis au Président de la République, 26. März 2021.
Dumas, H. (2014): Le Génocide au village. Le massacre des Tutsi au Rwanda. Paris: Éditions du Seuil.
Dumas, H. (2020): Sans ciel ni terre. Paroles orphelines du génocide des Tutsi (1994-2006). Paris: La Découverte.
Hatzfeld, J. (2004): Zeit der Macheten. Gespräche mit den Tätern des Völkermordes in Ruanda. Übersetzt von Karl-Ugo Bigott. Gießen: Psychosozial Verlag.
Human Rights Watch (Hrsg.) (1995): Aucun témoin ne doit survivre. Le génocide au Rwanda. Paris: Karthala.
Kimonyo, J.-P. (2008): Rwanda. Un génocide populaire. Paris: Karthala.
Mamdani, M. (2001): When Victims Become Killers. Colonialism, Nationalism, and the Genocide in Rwanda. Princeton: Princeton University Press.
Melvern, L. (2024): A People Betrayed. The Role of the West in Rwanda’s Genocide. London, New York: ZED.
Mugesera, A. (2014): Les conditions de vie des Tutsi au Rwanda de 1959 à 1990. Persécutions et massacres antérieurs au génocide de 1990 à 1994. Kigali: Izuba Éditions.
Mujawayo, E. (2007): Ein Leben mehr. Wie ich der Hölle Ruandas entkam. Berlin: Ullstein.
Peiter, A.D. (2019): Träume der Gewalt. Studien der Unverhältnismäßigkeit zu Texten, Filmen und Fotografien. Nationalsozialismus – Kolonialismus – Kalter Krieg. Bielefeld: Transcript.
Peiter, A.D. (2023a): Zur Darstellung von Krieg und Befreiung von autobiographischen Zeugnissen von Überlebenden der Shoah und des Tutsizids. In: Literatur im Unterricht. Texte der Gegenwartsliteratur für die Schule 24(2), S. 181-194.
Peiter, A.D. (2023b): Beispiellos Beispielhaftes. Zu Vorbildern in autobiographischen Erinnerungstexten von Überlebenden der Shoah und des Tutsizids in Ruanda. In: Schütte, A.; Nielsen-Sikora, J. (Hrsg.): Wem folgen? Über Sinn, Wandel und Aktualität von Vorbildern. Berlin, Heidelberg: J.B. Metzler, S. 169-184.
Peiter, A.D. (2023c): Invektiven im Genozid. Zu Zeugnissen von überlebenden Tutsi. In: Meier-Vieracker, S.; Kämper, H.; Warnke I.H. (Hrsg.): Invective Discourse. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 149-175.
Peiter, A.D. (2023d): „Tausche abgebüßte Haft gegen komplette Entschuldung“. Aushandlungen von Schuld und Vergebung in Jean Hatzfelds ‚Une saison de machettes‘. In: Indes. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Heft 4, S. 89-98.
Peiter, A.D. (2024a): Der Genozid an den Tutsi Ruandas. Von den kolonialen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Marburg: Büchner.
Peiter, A.D. (2024b): „C‘était devenu un aller-de-soi“. Redundante Rechtfertigungsstrategien in autobiographischen Zeugnissen von Tätern im Rückblick auf den Genozid an den Tutsi 1994. In: Fischer, A.; Lessau, M.: Rechtfertigungsspiele. Über das Rechtfertigen und Überzeugen in heterodoxen Wissensdiskursen. Brill Fink: Paderborn, S. 127-157.
Peiter, A.D. (2024c): Migration – Krieg – Genozid. Zur Migrationserfahrung in autobiografischen Texten von Überlebenden des Genozids an den Tutsi Ruandas. In: Archiv für Sozialgeschichte 64, S. 317-338.
Prunier, G. (1995): The Rwanda Crisis. History of a Genocide 1959-1994. London: Hurst.
Rohrbacher, P. (2002): Die Geschichte des Hamiten-Mythos. Wien: Afro-Pub.
Stockhammer, R. (2005): Ruanda. Über einen anderen Genozid schreiben. Berlin: Suhrkamp.
Zimmerer, J. (2001): Deutsche Herrschaft über Afrikaner. Staatlicher Machtanspruch und Wirklichkeit im kolonialen Namibia. Münster: Lit.
Dr. habil. Anne D. Peiter ist Germanistikdozentin an der Université de La Réunion, St. Denis, Frankreich (Indischer Ozean) und forscht zur Geschichte der modernen Gewalt vom Kolonialismus bis in die Gegenwart. Außerdem interessiert sie sich für Aspekte des Genozidvergleichs.

