W&F 2025/1

Vergessene Kriege?

Zu möglichen »blinden Flecken« in der Friedens- und Konfliktforschung

von Wolfgang Schreiber

»Vergessene Kriege« sind meistens eine Frage an die öffentliche Wahrnehmung und damit Medienberichterstattung. Wie aber sieht es mit der Forschung aus? Wie viel und was erfährt man aus führenden Zeitschriften der Friedens- und Konfliktforschung über einzelne Kriege? Welche Kriege sind in der Forschung relevanter als andere? Über welche Aspekte wird geforscht? Diesen Fragen will der folgende Beitrag nachgehen und dabei überblicksartig bewerten, ob es systematische »blinde Flecken« des Vergessens gibt.

Normalerweise richtet sich die Frage nach »vergessenen Kriegen« an die Öffentlichkeit bzw. an die Medienberichterstattung. Das Interesse taucht häufig dann auf, wenn über einen oder wie derzeit über zwei Kriege vergleichsweise häufig berichtet wird. Die Frage, die dann schnell zu vernehmen ist, ist weshalb die anderen Kriege ein so geringes Medieninteresse hervorrufen (z.B. ÖSFK 2011, Konrad et al. 2022). Seltener wird aber thematisiert, für welche Kriege sich die Friedens- und Konfliktforschung eher häufig, eher selten oder unter Umständen auch gar nicht interessiert. »Vergessen« auch wir Kriege? Dieser Text unternimmt den Versuch einer empirischen Überprüfung.

Beide Fragestellungen ähneln sich. Es sind daher drei durchaus ähnliche Kriterien für die Untersuchung anzulegen, die jedoch auch Unterschiede aufweisen. Die im Folgenden betrachteten Kriterien sind Zeitraum, Auswahl der Publikationen sowie die Definition von Kriegen:

  • Erstens ist das Interesse von Medien und Öffentlichkeit in der Regel von der Aktualität gesteuert. D.h. der Zeitraum für eine systematische Untersuchung sollte nicht zu kurz, darf aber auch nicht zu lang gewählt sein. Für die Medienanalyse kann dies z.B. ein Jahr sein. Für die Untersuchung wissenschaftlicher Literatur wird man einen längeren Zeitraum wählen müssen, da Forschung bereits einige Zeit in Anspruch nimmt, ebenso ist die Dauer bis zur Veröffentlichung zu berücksichtigen.
  • Zweitens richtet sich die Fragestellung bei der Kritik der medialen Berichterstattung zumeist an eine nationale Öffentlichkeit. Zur Untersuchung werden hier in der Regel einige relevante Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung gewählt. Für wissenschaftliche Literatur liegt das Auswahlkriterium anders. Zu berücksichtigen wären internationale wissenschaftliche Zeitschriften. Die Zahl potenziell relevanter Zeitschriften ist weitaus größer, was eine Auswahl schwieriger macht.
  • Drittens ist auch die Definition von Krieg, die einer Untersuchung zugrunde gelegt wird, von Bedeutung. Für eine zeitlich beschränkte Medienanalyse macht etwa eine Definition, die den Begriff Krieg mit einer hohen Hürde versieht, wie es das »Uppsala Conflict Data Program« (UCDP) mit den sogenannten 1.000 »battle related deaths« pro Jahr macht, vergleichsweise uninteressant. In den letzten Jahren fielen unter diese Definition etwa ein halbes Dutzend Konflikte im Jahr. Entsprechend gering ist die Zahl der Kriege, die überhaupt vergessen werden können. Über einen längeren Zeitraum hinweg erscheint die UCDP-Definition sinnvoll, wohingegen andere Kriegsdefinitionen, wie die der Hamburger Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) oder des Heidelberger Konfliktbarometers (HIIK), bei langen Zeitreihen eine zu große Zahl an Fällen ergeben würden.

Für die Untersuchung, ob es die »vergessenen Kriege« in der Friedens- und Konfliktforschung gibt, lege ich folgende Kriterien zugrunde: Der Zeitraum erstreckt sich auf die Jahre 2011-2024. Damit werden sowohl bereits andauernde als auch eine Reihe neu begonnener Kriege (z.B. Syrien, Libyen, Mali, Ukraine) Teil der Untersuchung. Bei den Zeitschriften betrachte ich drei für das Forschungsfeld maßgebliche Zeitschriften: Das »Journal of Peace Research« (JPR), das zum einen thematisch für einen breiten Zugang zu verschiedenen Themen der Friedens- und Konfliktforschung steht, in dem zum anderen aber auch der jährliche Überblick des UCDP zur organisierten Gewalt veröffentlicht wird. Das »Journal of Conflict Resolution« (JCR), das schwerpunktmäßig mit der Lösung von Konflikten befasst sein sollte, was eine Beschäftigung mit verschiedenen Aspekten bewaffneter Konflikte durchaus mit einschließt. Die Zeitschrift »Civil Wars« (CW) hat einen Fokus auf solche Konflikte, die als innerstaatliche Kriege wahrgenommen werden.1 Als Kriegsdefinition lege ich – wie oben ausgeführt – diejenige des UCDP zugrunde. Das ergibt 20 Konflikte, die in den Jahren 2011-2023 in mindestens einem Jahr als Krieg definiert wurden (siehe Tabelle 1, S. 37).

Staat

Kriegsjahre gemäß UCDP

JPR

JCR

CW

Artikel

Israel

2014, 2023

24

38

4

66

Syrien

2011-2020, 2023

25

13

8

46

Irak

2013-2017

15

21

9

45

Afghanistan

2011-2022

14

11

15

40

Türkei

2016

13

9

7

29

DR Kongo

2013, 2017

9

5

10

24

Pakistan

2011-2015

10

8

4

22

Nigeria

2013-2017, 2019-2023

10

4

7

21

Ukraine

2014-2015, 2022-2023

10

5

1

16

Südsudan

2014

1

1

13

15

Philippinen

2017

5

5

4

14

Sudan

2011.2012, 2015-2016, 2023

0

1

13

14

Somalia

2011-2012, 2014-2023

6

0

5

11

Libyen

2011, 2016, 2019

4

3

3

10

Äthiopien

2023

7

0

2

9

Mali

2022

2

2

4

8

Jemen

2011-12, 2014-2022

2

1

4

7

Myanmar

2022-2023

1

1

4

6

Aserbaidschan

2020

1

0

0

1

Burkina Faso

2022-2023

1

0

0

1

Tab. 1: Kriege in Zeitschriften
JPR: Journal of Peace Research // JCR: Journal of Conflict Resolution // CW: Civil Wars
Quelle: Kriege und Kriegsjahre sind zusammengestellt aus dem UCDP/PRIO Armed Conflict ­Dataset version 24.1 (ucdp.uu.se).

Als sinnvoller Ausgangspunkt für die Suche kann die Erwähnung der einzelnen Länder in den Abstracts der drei Zeitschriften genutzt werden, auch wenn dies unter Umständen mehr Beiträge relevant erscheinen lässt, als es letztlich sind. Nicht jeder Beitrag muss auch mit dem jeweils infrage kommenden Krieg in Zusammenhang stehen bzw. näher auf diesen eingehen.

Häufigkeit von Beiträgen zu einzelnen Kriegen

Schaut man sich mittels einer quantitativen Auswertung die Zahl der Beiträge zu den einzelnen von Krieg betroffenen Staaten an, so ergibt sich zunächst ein Bild, das dem einer Medienanalyse nicht unähnlich ist. An der Spitze stehen mit Israel/Palästina (66 Beiträge)2 sowie Syrien, Irak und Afghanistan (mit je 40-46 Artikeln) vier Kriege, die auch regelmäßig ein größeres öffentliches Interesse hervorrufen.3 Es folgen vier Länder mit je ca. 20-30 Beiträgen: Türkei, Demokratische Republik Kongo, Pakistan und Nigeria.4

Danach gibt es keine größeren »Blöcke« in den Daten, die auf eine weitere Ausdifferenzierung des Interesses hindeuten. Mit Aserbaidschan und Burkina Faso wird lediglich über zwei kriegsbetroffene Staaten so gut wie gar nicht berichtet.5

Einige Unterschiede zwischen den Zeitschriften sind auffallend. So finden sich in »Civil Wars« vergleichsweise wenige Beiträge zu Israel/Palästina, Syrien und Irak. Umgekehrt finden die Kriege in Südsudan und Sudan fast ausschließlich dort ihren Niederschlag.

Gibt es also von der Friedens- und Konfliktforschung »vergessene Kriege«? Sieht man von Aserbaidschan ab, so ist kein Krieg in den letzten anderthalb Jahrzehnten gänzlich unbeachtet geblieben. Allerdings gibt es einige Kriege, die trotz Präsenz in den Medien in den untersuchten internationalen Zeitschriften eher selten adressiert werden (darunter Myanmar, Jemen, Mali6 und Libyen).

Themen der Beiträge zu Libyen, Mali und Ukraine

Seit 2011 wurden einige länger andauernde Kriege begonnen. Für diese Fälle lohnt sich ein Blick in die Zeitschriftenbeiträge und deren jeweilige thematische Ausrichtung. Welche Aspekte der Kriege wurden von der Forschung betrachtet? Auf eine Auswertung zu Syrien wird hier verzichtet. Die Zahl der Beiträge ist hier relativ groß und eine Auswertung würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Eine Begründung für das Interesse aus Sicht der Friedens- und Konfliktforschung findet sich in der UCDP-Jahresübersicht zu 2020, die einen speziellen Fokus auf Syrien hat (Pettersson et al. 2021).

Wie in Syrien begann 2011 der Krieg in Libyen, der nach einer internationalen Intervention zwar relativ schnell zum Sturz des Regimes führte, aber seither zwischen den siegreichen Rebellenfaktionen mehrfach erneut eskalierte. Eine der zentralen Fragestellungen zu Libyen war relativ früh die sogenannte »Responsibility to Protect« (Piiparinen 2013). Weitere Themen waren die Intervention selbst (Haesebrouck 2017), die internationale Medienberichterstattung (Baum und Zhukov 2015) und der etwas verfrüht als Nachkriegspolitik bezeichnete Sieg der Rebellen über das Regime (Lyons 2016).

Obwohl er 2012 begann, taucht der Konflikt in Mali erstmalig 2022 als Krieg gemäß der UCDP-Definition auf. Auffallend ist hier, dass Mali relativ häufig für vergleichende Fallstudien herangezogen wird: Al-Qaida/IS in Mali und Nigeria (Raineri und Martini 2017), französische Interventionspolitik in Mali und Côte d’Ivoire (Charbonneau 2019), Interventionen und Patronage in Mali und Afghanistan (Malejacq und Sandor 2020). Mit Blick auf die innerstaatliche Dimension geht es in den Forschungsbeiträgen um die Auswirkungen des Konflikts auf Wahlen und Institutionen (Gates und Justesen 2020; Thurston 2023). Ein weiteres Thema war das Zusammenwirken von Rebellion und Transit-Migration (Nydal 2024).

Blicken wir zuletzt noch auf den Krieg in der Ukraine, der schon 2014 mit einem separatistischen Aufstand im Osten des Landes begann. Folglich beschäftigen sich die meisten Beiträge mit der Zeit vor dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Die Zahl der Artikel in den drei untersuchten Zeitschriften ist hier insgesamt größer als bei Libyen (10) und Mali (8), aber mit 16 Beiträgen immer noch überschaubar. Ein Thema ist der Vergleich zwischen den Protesten von 2004 und 2014 und deren Folgen (Strasheim 2016). Ukrainische Soldat*innen und deren Motivation zur Kriegsteilnahme sowie die Einstellung von Veteranen zur Demokratie waren weitere Untersuchungsgegenstände (Ash und Shapovalov 2024, Mironova und Whitt 2020). Auch die Einstellung der ukrainischen Bevölkerung zum Krieg im Osten des Landes war ein Thema und zwar einerseits im Hinblick auf wirtschaftliche Beziehungen zu Russland (Beesley und Cooper 2023) und andererseits in Bezug auf Gewalt gegen Zivilpersonen (Lupu und Wallace 2023). Cyber-Angriffe thematisierte ein weiterer Beitrag zu dieser Phase des Krieges (Kostyuk und Zhukov 2019). Weniger bezogen auf den Krieg als auf die Annexion der Krim durch Russland war ein Beitrag zu Sanktionen (Alexseev und Hale 2020). Der einzige Beitrag, der ein Thema nach der russischen Invasion zum Inhalt hat, beschäftigt sich mit dem Bild des ukrainischen Präsidenten in Medien in den USA und Israel und Einstellungen der Leser*innen zum Krieg in der Ukraine (Balmas et al. 2024).7

Fazit

Wie steht es also mit der Frage nach von der Forschung »vergessenen Kriegen«? Zunächst kann man die Anzahl der Beiträge, die sich konkret mit bestimmten Kriegen beschäftigen, mit der Gesamtzahl aller veröffentlichten Artikel in den drei untersuchten Zeitschriften vergleichen. Dies sind etwas mehr ein Fünftel aller Beiträge. Ob dies viel oder wenig ist, hängt zum einen von der Erwartungshaltung ab, wie sehr man über einzelne Kriege informiert werden möchte. Zum anderen wäre aber auch zu berücksichtigen, welche Themen die anderen knapp 80 Prozent bearbeiten. Gibt es da eine breite Streuung oder eine Konzentration auf bestimmte Fragestellungen? Diese Frage muss hier aber unbeantwortet bleiben, da eine entsprechende Auswertung den Rahmen sprengen würde.

Betrachtet man nur die Zahl der Beiträge zu einzelnen Kriegen, so kann man zumindest von eher »vernachlässigten Kriegen« sprechen. Die Hälfte der ca. 400 Beiträge entfallen auf vier Staaten und ein weiteres Viertel auf vier weitere Staaten.

Was die genaueren Untersuchungsgegenstände angeht, so sind diese, wie an den Beiträgen zu Libyen, Mali und Ukraine zu sehen, eher breit gestreut. Wenn man hier ein Fehlen bestimmter Fragestellungen feststellt, so ist aber zu berücksichtigen, dass es natürlich wesentlich mehr Zeitschriften der Friedens- und Konfliktforschung gibt und man unter Umständen dort fündig werden könnte.

Anmerkungen

1) Auf Grundlage der Zahl der Ausgaben pro Jahr und einer stichprobenartig ermittelten Zahl von Artikeln pro Ausgabe ergibt sich für den Zeitraum von 2011-2024 dabei eine Gesamtzahl von geschätzt 1.800 Forschungsbeiträgen in den drei genannten Zeitschriften.

2) Dabei stehen bei Israel meistens allgemeine Fragen der Besatzungs- und Siedlungspolitik bzw. eine generelle Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts im Vordergrund.

3) Auffallend ist hier, dass die Ukraine nicht in dieser Spitzengruppe vertreten ist.

4) Dabei ist zu beachten, dass die Türkei in der UCDP-Datenbank im Beobachtungszeitraum nur 2016 als Krieg geführt wird. Dabei handelt es sich um ein (kurzfristiges) territoriales Übergreifen des Islamischen Staates auf türkisches Territorium. Dies wird in keinem der Beiträge zur Türkei adressiert, die sich zumeist auf den Konflikt mit der kurdischen PKK fokussieren.

5) Dabei stellt Burkina Faso insofern einen Sonderfall dar, als es erstmalig 2022 in der UCDP-Liste erscheint. Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften sind hier noch nicht unbedingt zu erwarten. Darüber hinaus ist der dortige Krieg eher als Übergreifen des Mali-Krieges zu verstehen und weniger als eigenständiger Krieg.

6) Für die Kriege in Subsahara-Afrika habe ich auch das »Journal of Modern African Studies« (JMAS) vergleichend als regionalwissenschaftliche Zeitschrift ausgewertet. Allerdings ergibt sich kein Bild einer besseren Repräsentation der Konflikte im JMAS.

7) Eine Besonderheit der Beschäftigung mit dem Ukraine-Krieg soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Zwar habe ich bewusst auf die Einbeziehung deutscher Zeitschriften der Friedens- und Konfliktforschung in die quantitative Untersuchung verzichtet. Allerdings hat die »Die Friedens-Warte« bereits 2014 eine Doppelausgabe mit zehn regulären Artikeln veröffentlicht (Die Friedens-Warte 2014).

Literatur

Alexseev, M.; Hale, H.E. (2020): Crimea come what may. Do economic sanctions backfire politically? Journal of Peace Research 57(2), S. 344-359.

Ash, K.; Shapovalov, M. (2024): Returning veteran’s attitude toward democracy. Evidence from a survey of Ukraine’s ATO veterans. Journal of Conflict Resolution (online first).

Balmas, M.; Attias, N.; Jalperin, E. (2024): The warm war. The effect of Ukrainian president’s personality traits on empathy and pro-social behavior towards the Ukrainians. Journal of Conflict Resolution (online first).

Baum, M.; Zhukov, Y.M. (2015): Filtering revolution. Reporting bias in international newspaper coverage of the Libyan civil war. Journal of Peace Research 52(3), S. 384-400.

Beesley, C.; Cooper, S. (2023): Micro-foundations of the commercial peace. The effect of net exports on Ukrainian attitudes towards war with Russia. Journal of Peace Research 60(6), S. 951-967.

Charbonneau, B. (2019): Privileged sphere of comparison. Empire, methods and conflict intervention. Civil Wars 21(4), S. 514-538.

Die Friedens-Warte (2014), 89/1+2: Die Ukraine-Krise.

Gates, S.; Justesen, M.K. (2020): Political trust, shocks, and accountability. Quasi-experimental evidence from a rebel attack. Journal of Conflict Resolution 64(9), S. 1693-1723.

Haesebrouck, T. (2017): NATO burden sharing in Libya. A fuzzy set qualitative comparative analysis. Journal of Conflict Resolution 61(10), S. 2235-2261.

Konrad, P. et al. (2022): Vergessene Kriege in Medien. Unveröffentlichter Vortrag beim AFK-Kolloquium, Konstanz.

Kostyuk, N.; Zhukov, Y.M. (2019): Invisible digital front. Can cyber attacks shape battlefield events? Journal of Conflict Resolution 63(2), S. 317-347.

Lupu, Y.; Wallace, G.P.R. (2023): Targeting and public opinion. An experimental analysis in Ukraine. Journal of Conflict Resolution 67(5), S. 951-978.

Lyons, T. (2016): Victorious rebels and postwar politics. Civil Wars 18(2), S. 160-174.

Malejacq, R.; Sandor, A. (2020): Sahelistan? Military intervention and patronage politics in Afghanistan and Mali. Civil Wars 22(4), S. 543-566.

Mironova, V.; Whitt, S. (2020): Mobilizing civilians into high-risk forms of violent collective action. Journal of Peace Research 57(3), S. 391-405.

Nydal, O.S. (2024): Moving through conflict. Transit migration and rebel capacity in Mali. Journal of Conflict Resolution 68(4), S. 673-702.

Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Hrsg.) (2011): Krieg im Abseits. „Vergessene Kriege“ zwischen Schatten und Licht. Wien – Berlin: Lit.

Pettersson, Th. et al. (2021): Organized violence 1989-2020, with a special emphasis on Syria. Journal of Peace Research 58(4), S. 809-825.

Piiparinen, T. (2013): Responsibility to protect: The coming of age of sovereignty-building. Civil Wars 15(3), S. 380-405.

Raineri, L.; Martini, A. (2017): ISIS and Al-Qaeda as strategies and political imaginaries in Africa. A comparison between Boko Haram and Al-Qaeda in the Islamic Maghreb. Civil Wars 19(4), S. 425-447.

Strasheim, J. (2016): Power-sharing, commitment problems, and armed conflict in Ukraine. Civil Wars 18(1), S. 25-44.

Thurston, A. (2023): Legislative election amid civil wars. Micro-case studies from Mali. Civil Wars 25(1), S. 52-76.

Wolfgang Schreiber ist Leiter der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) an der Universität Hamburg.

erschienen in: Wissenschaft & Frieden 2025/1 Wider das Vergessen, Seite 35–37