Was wurde aus der Friedensbewegung?
Ein datengestützter persönlicher Bericht
von Klaus Boehnke
Seit vier Jahrzehnten befragt eine vom Autor durchgeführte Studie alle dreieinhalb Jahre gut 200 im Jahre 1985 durchschnittlich 14-Jährige nach ihren größten Hoffnungen und Ängsten. Der Beitrag berichtet die Ergebnisse – mit speziellem Fokus auf Kriegsängsten, die 1985 mit Abstand am häufigsten als größte Angst genannt wurden und mittlerweile, in der 12. Befragungswelle (2023/4), bei den nunmehr etwa 53-Jährigen, wieder auf dem zweiten Platz liegen. Ängste im Themenbereich Umwelt lagen nur 1992 – als die Befragten 21 Jahre alt waren – auf Platz eins. Parallel erlebt die Hoffnung auf Frieden – 1988/89 einmal auf dem ersten Platz – eine vorsichtige Renaissance und rückt aktuell wieder auf Platz zwei. Die Demonstrationen wie in den 1980er Jahren wartet man jedoch vergeblich. Was wurde aus der Friedensbewegung?
Die alten weißen Frauen und Männer in der W&F-Leserschaft werden sich vermutlich beim Stichwort »Bonner Hofgarten« in wohliger Nostalgie ergehen. Dort fanden 1981 und 1983 riesige Demonstrationen gegen die »NATO-Nachrüstung« statt, also gegen die Stationierung von Pershing II und Cruise-Missiles auf westdeutschem Boden, ausgegeben als Reaktion auf die Stationierung von sowjetischen SS20-Raketen in der DDR. Von fünf Minuten Vorwarnzeit bis zum Beginn des Dritten Weltkriegs war die Rede.
Ich war Anfang 30 und hatte gerade meine erste Stelle als junger Wissenschaftler an der TU Berlin angetreten, als das wohlige Gefühl des Bonner Hofgartens am 1. Oktober 1982 erstickte: Helmut Kohl übernahm per kostruktivem Misstrauensvotum das Amt des Bundeskanzlers. Für eine Weile konnte das Momentum der Friedensbewegung noch fortwirken – Ende 1984 wurde ich von drei Berliner Mitgliedern der International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW)1 gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, eine in Deutschland noch fehlende Studie zu den Folgen der Hochrüstung für das Lebensgefühl von Jugendlichen zu begleiten. Wir versuchten dann zunächst, eine Repräsentativerhebung an Berliner Schulen genehmigt zu bekommen, doch die damalige Schulsenatorin (CDU) lehnte dies mit Verweis auf unsere politische Parteilichkeit ab. Wir starteten stattdessen eine Schneeballstichprobe über »Gatekeeper«. Dies bedeutete, dass wir uns nahestehenden Ärzt*innen, friedensbewegungsnahen Lehrer*innen und Leiter*innen von Jugendgruppen einen vierseitigen Fragebogen mit der Bitte übergaben, diesen in ihren Praxen, im Unterricht und in Freizeiteinrichtungen an Jugendliche zu übergeben und die ausgefüllten Fragebögen an uns zurückzusenden. Insgesamt erhielten wir 3499 Fragebögen zurück – einen großen Anteil davon über Terre des Hommes und über den Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Hier könnte der Bericht enden, denn diese im Sommer 1985 über ca. 5 Monate gesammelten Daten haben für sich genommen nur noch historischen Wert.
Beginn einer Längsschnittstudie
Angestellt als Methodiker in einem längsschnittlich angelegten Forschungsprojekt kam mir bereits in Vorbereitung der Befragungsaktion die Idee, man sollte den Befragten anbieten, sie über die Ergebnisse zu informieren und hierfür um ihre Adresse bitten. Gesagt, getan. In den Fragebogen wurde die Zeile aufgenommen, „Wenn Du an den Ergebnissen dieser Befragung interessiert bist, trage bitte hier Deinen Namen und Deine Anschrift ein.“ Ergänzt wurde diese Zeile um den lapidaren Satz, „Du weißt, wir sind Ärzte und unterliegen der Schweigepflicht, Deine Daten werden nie zusammen mit Deinem Namen ausgewertet.“ Insgesamt 1492 der Befragten waren bereit, Namen und Adresse zu hinterlassen. Mit diesem Adressenpool konnte eine Panelstudie begonnen werden, eine Studie also, die in einem gewissen zeitlichen Abstand von immer wieder denselben Personen Antworten auf die zum Großteil immer gleichen Fragen erbittet. Der heutzutage unabdingbare »Informed Consent« der Befragten wurde erst im späteren Verlauf der Studie eingeholt – wie sich die Zeiten ändern.
Derartige Panelstudien sind in ihrer Logistik anspruchsvoll. Auch gut finanzierte, professionelle Studien haben mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Selbst die bekannteste deutsche Längsschnittuntersuchung, das vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) betreute und bereits seit 1984 laufende »Sozioökonomische Panel« muss trotz sophistizierter Planung mit nennenswerten Ausfallraten (Fachbegriff: Attrition) rechnen: Zehn Prozent Ausfall pro Jahr sind üblich. In der hier berichteten Studie, inzwischen LuNT (Life under Nuclear Threat) genannt, sind es noch deutlich mehr. Dies hat eine Reihe von nachvollziehbaren Gründen. Zum einen verging zwischen der ersten und der zweiten Befragungswelle nicht ein Jahr, wie bei Panelstudien üblich, sondern es vergingen 3 ½ Jahre. Für eine zwischenzeitliche Stichprobenpflege gab es kein Geld, so dass auch keine Adressenrecherchen durchgeführt werden konnten. Außerdem ist noch besonders, dass es sich bei der Kernstichprobe um eine Gruppe von Hochgebildeten handelt: Nur knapp jede*r Neunte hat keine Hochschulzugangsberechtigung, gut jede*r Sechste hat als höchsten Bildungsabschluss das Abitur, mehr als die Hälfte hat einen Universitätsabschluss und ebenfalls fast jede*r Sechste ist promoviert oder gar habilitiert.
Die LuNT-Studie im Detail
Die 1985 begonnene Studie hat 2023/24 ihre zwölfte Erhebungswelle erlebt; für die Wellen wurde der anfangs finanzierungsinduzierte Abstand von 3 ½ Jahren beibehalten, was bedeutet, dass die Befragungen abwechselnd in den Sommermonaten und über den Jahreswechsel durchgeführt wurden. Der Umfang der sogenannten Kernstichprobe liegt mittlerweile bei 202 Teilnehmer*innen. Als Kernstichprobe bezeichnen wir die Gesamtzahl der Teilnehmenden, die nicht häufiger als zweimal am Stück eine Befragung verpasst haben. Nun sind 202 Personen (ca. 60 % Frauen und 40 % Männer) angesicht der 1492 Personen, die von Anfang an hätten befragt werden können, nicht besonders viele. Andererseits kann die Studie für sich in Anspruch nehmen, die weitweit längstlaufende Befragung von Mitgliedern bzw. Sympathisant*innen der Friedensbewegung zu sein. Um sich zu verdeutlichen, was dies bedeutet, sollte man sich kurz vor Augen führen, was zwischen 1985 und der 12. Erhebungswelle im Bezug auf Krieg und Frieden (in einem weitgefassten Sinn) passiert ist. Ausgangspunkt war vor dem eigentlichen Beginn der Studie 1983 die Stationierung von Pershing-II-Raketen, 1986 der Reaktorunfall in Tschernobyl, 1989 der Fall der Berliner Mauer, in den 1990er Jahren der Krieg auf dem Balkan, dann »9/11«, 2011 der Atomunfall in Fukushima, seit 2015 der sogenannte »lange Sommer der Migration«, 2020 der Beginn der Coronapandemie und am 22. Februar 2022 der russischer Angriff auf die Ukraine.2
Hoffnungen und Ängste
Seit 1985 wurden Daten zu insgesamt über 2000 Items (Fragen in den Fragebögen der 12 Erhebungswellen) in den Datensatz der Kernstichprobe aufgenommen. In der Regel begannen die Befragungsinstrumente der 12 Wellen, nach einigen soziodemographischen Angaben, mit zwei offenen Fragen, in denen die Teilnehmer*innen gebeten wurden, zu ihren drei größten Hoffnungen und ihren drei größten Ängsten Auskunft zu geben. Die Antworten wurden vom Autor 14 verschiedenen Thematiken zugeordnet. Die Verlässlichkeit (Reliabilität) der Zuordnung wurde in Welle 1 bestimmt, indem 40 der damals abgegebenen 3499 Fragebögen allen vier Studieninitiator*innen zur Kategorisierung vorgelegt wurden. Dabei wurden 32 Fragebögen hinsichtlich der insgesamt 6 Eintragungen (drei Hoffnungen, drei Ängste) von allen vier Studienverantwortlichen identisch kategorisiert, bei den restlichen 8 Fragebögen ergaben sich vereinzelt Diskrepanzen zwischen den Kategorisierungen. Insgesamt ist die sogenannte Interraterreliabilität des Kategorisierungsschemas also als hoch einzuschätzen. Das Kategoriensystem umfasst die folgenden 14 Themen: (1) Frieden/Krieg („ … dass alle Menschen in Frieden zusammenleben können“/„ … dass doch noch ein Dritter Weltkrieg ausbricht“; (2) Globale Angelegenheiten/Probleme ( „ … dass niemand in der Welt mehr hungern muss“/„Überbevölkerung“); (3) Gute Arbeit/Arbeitslosigkeit; (4) Bildung; (5) materieller Besitz; (6) mitmenschliche Beziehungen/Einsamkeit; (7) eigene Gesundheit; (8) Gesundheit von Familie und Freuden; (9) spezifische Fähigkeiten („ … dass ich es noch schaffe, einigermaßen gut Klavier zu spielen“/„ … dass ich wieder eine Schreibblockade bekomme“); (10) Politik/Religion/Philosophie („ … dass mehr Menschen zu Gott finden“/„ … dass die Spaltung der Gesellschaft immer schlimmer wird“); (11) nicht-politische Gewalt („ … dass gewalttätige Männer hinter Schloss und Riegel kommen“/„ … dass mein Hund Opfer von Tierquälerei wird“); (12) Umwelt („ … dass wir die Umweltzerstörung doch noch stoppen können“/„ … dass eine gesunde Umwelt so wenige Menschen wirklich interessiert“); (13) Tod (immer dann, wenn das Wort „Tod“ in einer Antwort genutzt wurde); (14) sonstiges (mehr Glück im Leben/Gewitter/ Schlangen).
Die Ergebnisse der Studie
Im Folgenden werden die Nennungshäufigkeiten der verschiedenen Kategorien über die gesamte Laufzeit der LuNT-Studie dokumentiert. Angegeben sind in den zwei Abbildungen (erstgenannte Hoffnung und erstgenannte Angst) jeweils das Erhebungsjahr und das Durchschnittsalter der Befragten im entsprechenden Jahr, sowie – auf der y-Achse – die Prozentsätze der Nennungen der verschiedenen Kategorien. Die Prozentsätze addieren sich nicht zu 100 %, da einzelne Befragte keine Angaben zu ihren Hoffnungen und Ängsten machten, insbesondere aber weil es auch immer wieder Befragte gab, die an einzelnen Befragungswellen nicht teilgenommen haben, aber das Kriterium erfüllen, dass sie nie an mehr als zwei Wellen nacheinander nicht teilgenommen haben.
Vor einem analytischen Blick auf die Graphik sollte man sich vor Augen führen, dass Langzeit-Panelstudien keine Auskünfte darüber geben, wie Menschen unterschiedlichen Lebensalters auf bestimmte Ereignisse reagieren, denn Teilnehmer*innen einer Panelstudie haben per Definition immer das gleiche Durchschnittsalter (das in den Graphiken vermerkt ist). Zudem sei noch einmal darauf verwiesen, dass es sich bei LuNT nicht um eine Repräsentativstudie handelt: Zum Beginn der Studie konnten nur Menschen in der alten BRD befragt werden3 und die Stichprobe wurde nach einem Gatekeeper-gesteuerten Schneeballverfahren gewonnen und ist sehr viel gebildeter als der repräsentative Bevölkerungsdurchschnitt.
Abb. 1: Die Entwicklung der erstgenannten Hoffnung der Befragten zwischen 1985 und 2023/24.
Hoffnung auf Frieden
Wirft man nun einen Blick auf Abbildung 1, die Antworten auf die Frage, was die Befragten als ihre größte Hoffnung ansehen, so wird deutlich, dass bei den damals 14-Jährigen und auch noch als diese um die Jahreswende 1988/89, also nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, im Durchschnitt 17,5 Jahre alt waren, die Hoffnung auf Frieden die wichtigste erstgenannte Hoffnung war. Platz 2 belegte jeweils die Hoffnung, später einmal eine gute Arbeit zu finden. Im Jahre 1992 – die Befragten waren im Durchschnitt 21 – traten dann die Themen Bildung und Umwelt in den Vordergrund. Mit Mitte 20 taucht dann erstmals die eigene Gesundheit als wichtigste Hoffnung auf, gefolgt weiterhin von guter Bildung. Für die vorliegende überdurchschnittlich gebildete Stichprobe geht es da vor allem um den erfolgreichen Studienabschluss. Im durchschnittlichen Alter von 28 (1999) rückten dann die mitmenschlichen Beziehungen auf Platz 1 der Hoffnungen – es geht um die Festlegung auf eine dauerhafte Beziehung. Platz 2 nimmt weiterhin die eigene Gesundheit ein. Anfang 30 bleibt diese Reihung im Prinzip unverändert: die mitmenschlichen Beziehungen verbleiben auf Platz 1; die Gesundheit von Familie und Freunden teilt sich nun den 2. Platz mit der eigenen Gesundheit. Im Durchschnittsalter von 35 bleibt die Hoffnung auf gelingende Beziehungen auf Platz 1, gefolgt von der eigenen Gesundheit. Ende 30 stößt die Gesundheit von Familie und Freunden auf Platz 1 vor. Eine größere Anzahl von Befragten hat Kinder, auf deren Gesundheit sich das Hauptaugenmerk richtet. Auf Platz 2 verbleiben die Beziehungen. Erst im durchschnittlichen Alter von 42 verliert die Hoffnung auf gelingende Beziehungen an Bedeutung: Man hat sie oder hat sie nicht. Beide Aspekte von Gesundheit nehmen die Plätze 1 und 2 der größten Hoffnung ein, was auch in den nachfolgenden Erhebungswellen 10 und 11 der Fall ist. In der 12. Erhebungswelle – die Befragten sind im Durchschnitt knapp 53 Jahre alt – werden die Hoffnungen dann wieder im engeren Sinne politisch: Die Hoffnung auf Frieden rückt (wieder) auf den zweiten Platz (hinter ‚eigene Gesundheit‘) vor.
Abb. 2: Die Entwicklung der erstgenannten Angst der Befragten zwischen 1985 und 2023/24.
Angst vor Krieg
Im Vergleich hierzu der Blick auf die Antworten zur erstgenannten Angst: Wie in Abbildung 2 unmittelbar ersichtlich, sind die Ergebnisse ähnlich, weisen aber eine etwas größere Regelmäßigkeit auf. Im Jahre 1985 dominiert bei den damals im Durchschnitt 14-Jährigen die Angst vor Krieg. Fast die Hälfte der Befragten benennt sie als größte Angst, gefolgt von der Angst um die eigene Gesundheit. Dreieinhalb Jahre später – nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl – ist weiterhin die Angst vor Krieg die erstgenannte Angst, dicht gefolgt von der Angst vor zunehmender Umweltzerstörung, die 1992 auf Platz 1 der erstgenannten Angst vorrückt, nunmehr wieder gefolgt von der Angst um die eigene Gesundheit. Ab der 4. Befragungswelle liegt dann bis zur bisher letzten, 12. Welle immer die Angst um die eigene Gesundheit auf Platz 1 der erstgenannten Angst. Am zweithäufigsten wird Mitte der 1990er Jahre die Angst vor Umweltzerstörung genannnt. Ende der 1990er Jahre (Balkankrieg) rückt die Angst vor Krieg auf den 2. Platz und bleibt dort auch in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Zwischen 2006 und 2020 werden auch die Nennungen der wichtigsten Angst ‚privat‘: Neben der Angst um die eigene Gesundheit (auf Platz 1) rückt die Angst um die Gesundheit von Familie und Freunden auf den zweiten Platz. Erst in der 12. Befragungswelle sind wieder politische Ängste von Bedeutung: Jede*r siebte Befragte benennt die Angst vor Krieg als die wichtigste Angst.
Versucht man eine Zusammenschau der Ergebnisse zur größten Hoffnung und zur größten Angst der westdeutschen »Jugendgeneration Nato-Nachrüstung«, so lässt sich festhalten, dass hochgebildete Mitglieder und Sympathisant*innen der Friedensbewegung von Mitte der 1980er Jahre in 6 von 12 Befragungswellen der LuNT-Studie Krieg als eine ihrer zwei wichtigsten Ängste benannt haben, in drei von 12 Befragungswellen Frieden unter den zwei meistgenannten Hoffnungen war und zudem zwei Mal die Angst vor fortschreitender Umweltzerstörung auf einem der zwei Spitzenplätze lag. Ob diese Frequenzen hoch oder niedrig sind, muss den Leser*innen von W&F überlassen bleiben.
Anfang der 1980er Jahre versammelten sich im Bonner Hofgarten zweimal nahezu eine Millionen Menschen, um ihre Kriegsängste zu artikulieren. Wo sind diese Menschen geblieben in einer Zeit, in der die Angst vor Krieg und die Hoffnung auf Frieden wieder zu dominanten Themen geworden sind? Hierüber in der Friedensbewegung nicht zu diskutieren, wäre fahrlässig und nur in diesem Sinne – nicht etwa als Argument für eine Stärkung der Kriegstüchtigkeit als Antwort – sollte der hier vorgelegte Bericht der LuNT-Studie verstanden werden.
Anmerkungen
1) Horst Petri, Margarete Meador, Michael J. Macpherson
2) Zu Beginn des Gazakriegs am 7. Oktober 2023 antworteten in der jüngsten Erhebungswelle nurnoch wenige Nachzügler*innen.
3) Interessanterweise könnte auch ein Fragebogen aus der DDR einbezogen werden, von jemandem, der/die auch weiterhin an der Studie teilnimmt.
Klaus Boehnke, Jg. 1951, hat Englisch, Russisch und Psychologie in Saarbrücken, Bochum und Berlin studiert. Nach der Promotion (1985) und Habilitation (1992) wurde er 1993 zum Professor für Sozialisationsforschung und Empirische Sozialforschung an der TU Chemnitz berufen. Seit 2002 ist er Professor für Sozialwissenschaftliche Methodenlehre an der Constructor University Bremen (vormals Jacobs University). Er war von 2005 bis 2013 Vorsitzender des Forum Friedenpsychologie.

