in Wissenschaft & Frieden 2026/1Ozeanien, Seite 41-46


Einwände: Dienst an der Gesellschaft?

Drei Beobachtungen zur Pflichtdienst-Debatte (und Politik)

Marius Pletsch & Ulrika Mientus & David Scheuing

Seit Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland 2011 kamen hierzulande die Debatten zum weiteren Komplex der »Pflichtdienste« zu keiner Zeit zum Erliegen: Lautstarke Rufe nach einer erwünschten Wiedereinführung der Wehrpflicht erklangen regelmäßig, Forderungen nach anderen »Diensten an und für die Gesellschaft« wurden bis hin zum Bundespräsidenten erhoben, neidvolle Diskussionen über die »Nation des Ehrenamts« stellten ganze Generationen und Klassen pauschal ins »Abseits der Untüchtigen«. Dabei war stets die intime Verkopplung dieser Diskussionen mit Fragen der nationalen Sicherheit und militärischen Verteidigung, der Situation des Fachkräftemarktes und der Krisen der demokratischen Legitimität sichtbar.In den vergangenen vier Jahren hat sich diese »Pflichtdienste-Diskussion« jedoch international und national deutlich verschärft und die Verabschiedung konkreter Gesetze beschleunigt. Drei kritische Einordnungen zu den Konsequenzen der schon verabschiedeten und der noch erwünschten Pflicht- und Zwangsdienste.

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