in Wissenschaft & Frieden 2026/2Friedensbewegung(en) heute, Seite 35-37


Umkämpfter Frieden

Koloniale Gewalt und Übersetzungskämpfe in Kolumbien

Katharina Kühne

Der kolumbianische Friedensprozess mit der FARC gilt international als Erfolgsgeschichte des Peacebuilding: Waffen wurden abgegeben, Institutionen gestärkt, der »Frieden« vielfach öffentlich gepriesen. Für viele soziale Bewegungen, Landverteidiger*innen sowie indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften bedeutet diese Nachkriegszeit jedoch kein Ende der Gewalt, sondern ihre Fortsetzung in anderer Form. Vor diesem Hintergrund fragt der Beitrag: Wann hilft das Vokabular des »Friedens« den Bewegungen, Gewalt sichtbar zu machen, und wann schränkt es ihre Möglichkeiten ein, die dahinterliegenden Strukturen von Enteignung und Ausgrenzung zu benennen?

Dieser Artikel steht vorübergehend nur als Abstrakt zur Verfügung ...


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