Titel W&F 3/2022 - Krieg gegen die Ukraine

Nach fünf Monaten Krieg gegen die Ukraine stellen sich immer mehr Fragen: Wann und wie kann dieser Krieg enden? Wie kann eine weitere Eskalation erkannt und möglichst verhindert werden? Wie kann eine stabile Friedensordnung nach dem Ende der Kampfhandlungen aussehen? Welche Konfliktdimensionen jenseits des offensiven Kriegsgeschehens gilt es zu berücksichtigen? Viele dieser Fragen werden nur politisch beantwortet werden können.

Doch friedenswissenschaftliche Erkenntnisse können erste Ansatzpunkte bieten, um aus vergangenem Konfliktgeschehen Wege für die Zukunft aufzuzeigen. Das Heft bietet daher (in aller Bescheidenheit) erste vertiefte Analysen und Situationseinschätzungen zum Ukrainekrieg an, zu seinen Vorbedingungen und seinen weitreichenden Folgen – auch für eine europäische Friedensordnung. Die Ausgabe ist getragen von der Hoffnung auf ein Ende der Kampfhandlungen und dem Streben, dies bald zu erreichen.

Mit Beiträgen von Wolfgang Schreiber, Martina Fischer, Lisa Neal und weiteren

Nach fünf Monaten Krieg gegen die Ukraine stellen sich immer mehr Fragen: Wann und wie kann dieser Krieg enden? Wie kann eine stabile Friedensordnung nach dem Ende der Kampfhandlungen aussehen? Friedenswissenschaftliche Erkenntnisse können erste Antwortansätze aufzeigen. W&F bietet erste daher vertiefte Analysen und Situationseinschätzungen zum Ukrainekrieg und seinen weitreichenden Folgen.

Zudem: Gewalt durch Sprache und Ideologie | Rezension »Friedensgutachten 2022« | Rezension »Handbuch gegen den Krieg«

Olha Pilyuhina »Garten am Morgen / Ранковий сад«, 2021

Im Alltag prasseln eine Vielzahl an Herausforderungen, Krisen und Konflikten andauernd auf die Menschen ein. Doch es ist nicht alles schlecht, Dinge verbessern sich auch – langsam, aber immerhin. Es kommt dafür jedoch darauf an, »wie« wir die Welt verändern wollen.

Das Editorial zum Schwerpunkt.

von Christiane Lammers

Olha Pilyuhina »Zu dir eile ich / До тебе лину я«, 2020

Es braucht Diskurs – wider simplifizierenden Populismus, angebliche Alternativlosigkeit und spaltende Rhetorik. Es geht um mehr als um die unsägliche Frage nach »Sieg« oder »Niederlage«, es gibt zahlreiche Schattierungen zwischen einer Beschränkung auf zivilen Ungehorsam und der Lieferung schwerer Waffen.

von Thomas Würdinger

Olha Pilyuhina »Die Freien / Вільні«, 2021

Aus dem Schwerpunkt

»Die Ukraine wird gewinnen«

Nach mittlerweile fünf Monaten Krieg stellt sich immer drängender die Frage: Wie kann dieser Krieg beendet werden? Dieser Beitrag versucht den Krieg in der Ukraine in die Erkenntnisse der Forschung zur Beendigung von Kriegen einzuordnen.

von Wolfgang Schreiber

Aus der heutigen Friedens- und Konfliktforschung sind gendersensible und feministische Ansätze kaum noch wegzudenken. Das ist auch den Bemühungen jener Frauen zu verdanken, die sich seit 1990 innerhalb der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) im Netzwerk Friedensforscherinnen organisieren.

Dieses Dossier ist Dokumentation und Würdigung der Geschichte, Entwicklung und Wirkung dieses spezifischen Netzwerks einerseits und ein Werkzeug für die Übertragbarkeit dieser Erfahrungen auf weitere Kontexte andererseits. Das Netzwerk Friedensforscherinnen in der AFK ist ein Beispiel von vielen, an denen sich Entwicklungen und Debatten zu Frauensolidarität und Feminismus nachzeichnen lassen.

Christine Buchwald und Michaela Zöhrer legen mit dem vorliegenden Dossier in (selbst-)kritischer Reflexion den Auftakt zur Geschichtsschreibung des Netzwerks Friedensforscherinnen.

ICAN_Nuclear Ban WeekAlexander Papis for ICAN
Das Zerbrochene Gewehr als Zeichen des internationalen Pazifismus

Über W&F

Wissenschaft & Frieden ist die führende interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung. W&F erscheint seit 1983 und publiziert zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungstechnischen Fragen, untersucht Gewaltursachen und -verhältnisse und thematisiert Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.