W&F 4/2022

Gewalt/Ökonomie

Die Ereignisse des Jahres 2022 stellen es erneut unter Beweis: die Gewalt, die aus unserer Wirtschafts- und Lebensweise folgt, sie kann uns alle schneller und tiefgreifender betreffen, als wir oft wahrhaben wollen. Doch kann es eine Wirtschaft(-swissenschaft) für den Frieden geben und welche Kritik und Konsequenzen müssen aus ihr folgen? Wie sieht es mit den Wirkungen von oftmals für hilfreich erachteten Instrumenten wie Mikrokreditfinanzierungen und Sanktionsmaßnahmen aus?

Im vorliegenden Heft 4/2022 »Gewalt/Ökonomie« unternehmen die Autor*innen den Versuch, eine Kritik mit konkreten Ideen für die Transformation zu verknüpfen – denn es bleibt kaum eine wichtigere Aufgabe für die Erhaltung einer lebenswerten Welt auch für zukünftige Generationen. Die Beiträge werden bildgewaltig durch Fotografien des Künstlers J Henry Fair untermalt, der uns die betörende Schönheit der absoluten Zerstörungskraft menschlicher Ausbeutung von Ressourcen und Umwelt entgegenhält.

Mit Beiträgen von Kai Koddenbrock, Klaus Dörre, Sophia Cramer und weiteren

Die Ereignisse des Jahres 2022 stellen es erneut unter Beweis: die Gewalt, die aus unserer Wirtschafts- und Lebensweise folgt, sie kann uns alle schneller und tiefgreifender betreffen, als wir oft wahrhaben wollen. Doch kann es eine Wirtschaft(-swissenschaft) für den Frieden geben und welche Kritik und Konsequenzen müssen aus ihr folgen? Wie sieht es mit den Wirkungen von oftmals für hilfreich erachteten Instrumenten wie Mikrokreditfinanzierungen und Sanktionsmaßnahmen aus? Im vorliegenden Heft unternehmen die Autor*innen den Versuch, eine Kritik mit konkreten Ideen für die Transformation zu verknüpfen

Das Wahlkampfmantra Bill Clintons aus dem Jahre 1992 brachte es auf den Punkt. Es hat in der gegenwärtigen Zeit ökonomischer Unsicherheiten und der Herausbildung von neuen Rohstoff- und Warenallianzen nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt.

Das Editorial zum Schwerpunkt.

von Klaus Harnack

Seit 1991 ist ein neuer politischer Systemkonflikt entstanden, der sich vom vorhergehenden Ost-West-Konflikt in mehreren Hinsichten unterscheidet. Dieser politische Systemkonflikt wird erhebliche Auswirkungen auf die Struktur der Weltwirtschaft haben.

von Egbert Jahn

Im Kapitalismus sind Krieg und Gewalt nie weit. Sie sind sogar konstitutiver Teil unseres Zusammenlebens. Gewalt ist dabei im Kapitalismus vielgestaltig. Wie sich die ökonomische Friedens- und Konfliktforschung dem widmet und welche Zukunft wir vor uns haben, diskutiert dieser Text in fünf Thesen.

von Kai Koddenbrock

Die Menschheit greift nicht nur auf den Planeten zu, es verlangt sie und ihn auch immer wieder und immer weiter nach den Sternen. Doch im orbitalen Nahraum der Erde wird langsam der Platz eng. Eine wilde Gemengelage aus geopolitischen Interessen, privaten Satelliten, Weltraumwaffen und Weltraumschrott trifft auf eklatante Regelungslücken und eine immer konfrontativere Weltgemeinschaft.

Doch es gibt Möglichkeiten für Kooperation, Rüstungskontrolle und die Schaffung einer gemeinsamen »Umwelt Weltraum«. Das neue Dossier 95 zeigt die Probleme und die Perspektiven für eine bessere Zukunft auf – damit der Krieg der Sterne niemals wahr werden muss.

Mit Beiträgen von Jürgen Scheffran, Götz Neuneck, Dieter Engels, Regina Hagen, Arne Sönnichsen und Maximilian Bertamini.

Friedenstaube "Imagine Peace" von Zaur Ibrahimov fotografiert
ICAN_Nuclear Ban WeekAlexander Papis for ICAN

Über W&F

Wissenschaft & Frieden ist die führende interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung. W&F erscheint seit 1983 und publiziert zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungstechnischen Fragen, untersucht Gewaltursachen und -verhältnisse und thematisiert Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.