Am 12. Januar 2025 erklärte der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson in einer Rede, dass sich Schweden nicht im Krieg befinde. Es herrsche allerdings auch kein Friede, so Kristersson weiter. Das Land, in das die Autorin gezogen ist, hat sich verändert. Die Debatte, die von der Politik und in den Medien geführt wird, ist geprägt von einem Krisen- und Bedrohungsnarrativ für die schwedische Bevölkerung, das auch im zivilen Alltag allgegenwärtig ist, analysiert Dorothée Goetze.
Birkholz, Scheffran – Soziale Medien für den Frieden
/von Redaktion W&FZunehmend wird offenkundig, dass die profitorientierten und manipulativen Digitalplattformen von BigTech-Konzernen autokratische Strukturen stärken und Frieden, Klimaschutz, Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt weltweit untergraben. Die Friedensbewegung und Friedenswissenschaft sind aufgerufen, ihre Nutzung sozialer Medien im Sinne einer gemeinwohlorientierten Digitalisierung umzubauen.
Foerch Saab – Libanon und der lange Weg aus dem Krieg
/von Redaktion W&FDer Zivile Friedensdienst ist eines der stärksten friedenspolitischen Gegenangebote zur neuen Militarisierung. Doch nach fast drei Jahrzehnten muss er sich eine unbequeme Frage gefallen lassen: Wird Partnerschaft strukturell eingelöst – oder bleibt »Augenhöhe« zu oft ein Anspruch? Der Beitrag plädiert dafür, zivile Friedensarbeit nicht nur an ihren Absichten zu messen, sondern daran, ob sie bereit ist, Macht tatsächlich zu teilen.
Gebre Wold – Macht teilen im ZFD
/von Redaktion W&FDer Zivile Friedensdienst ist eines der stärksten friedenspolitischen Gegenangebote zur neuen Militarisierung. Doch nach fast drei Jahrzehnten muss er sich eine unbequeme Frage gefallen lassen: Wird Partnerschaft strukturell eingelöst – oder bleibt »Augenhöhe« zu oft ein Anspruch? Der Beitrag plädiert dafür, zivile Friedensarbeit nicht nur an ihren Absichten zu messen, sondern daran, ob sie bereit ist, Macht tatsächlich zu teilen.
Koddenbrock – Krieg oder Freundschaft? – Beiratsevent (5)
/von Redaktion W&FAngesichts »neuer Warlords« in den deutschen Allianzen (Friedensgutachten 2026), die den imperialistischen Krieg weitgehend normalisiert haben, stellt sich für die deutsche Gesellschaft akut die Frage, wie sie die militärische Aufrüstung, ihre Beteiligung an aktiver Kriegsführung und die wichtigsten außenpolitischen Beziehungen in dieser voraussichtlich länger anhaltenden Krisensituation gestalten will, stellt Kai Koddenbrock fest.
Finckh-Krämer – Zivile Konfliktbearbeitung als Alternative – Beiratsevent (4)
/von Redaktion W&FWie steht es um den Beitrag der »Zivilen Konfliktbearbeitung« (ZKB) zum Frieden und wie lässt sich die dahinter stehende Idee gegen den allgegenwärtigen Zustand der Militarisierung verteidigen? Unter dem Ansatz der Zivilen Konfliktbearbeitung sind in den letzten 30 Jahren in Deutschland durch viel Kraftanstrengung viele Strukturen entstanden, die derzeit in großer Gefahr stehen, »überrollt« zu werden. Dagegen spricht sich Ute Finckh-Krämer deutlich aus.
Hummel – Die »nukleare Zeitenwende« – Beiratsevent (3)
/von Redaktion W&FDie »nukleare Zeitenwende« ist eine diskursive Wende, in der die langjährige mehrheitliche Unterstützung für eine Entnuklearisierung der deutschen Sicherheitspolitik immer weiter marginalisiert und die nukleare Abschreckung immer stärker normalisiert wird. Sie beruht nicht auf einer aufgeklärten Zustimmung, sondern erfolgt wider besseres Wissen. Was dagegen getan werden kann, analysiert Hartwig Hummel.
Goetze – »Totalförsvar« in Schweden – Beiratsevent (2)
/von Redaktion W&FAm 12. Januar 2025 erklärte der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson in einer Rede, dass sich Schweden nicht im Krieg befinde. Es herrsche allerdings auch kein Friede, so Kristersson weiter. Das Land, in das die Autorin gezogen ist, hat sich verändert. Die Debatte, die von der Politik und in den Medien geführt wird, ist geprägt von einem Krisen- und Bedrohungsnarrativ für die schwedische Bevölkerung, das auch im zivilen Alltag allgegenwärtig ist, analysiert Dorothée Goetze.
Brunner – Akademische Komplizenschaft mit Krieg und Militarismus – Beiratsevent (1)
/von Redaktion W&FDass Wissenschaftsinstitutionen heute erneut und immer unverblümter auch in den Dienst zunehmend militarisierter Außen- und autoritärer Innenpolitik gestellt werden und sich durch prominente Akteur*innen sogar selbst aktiv in diese Position begeben, stellt eine äußerst beunruhigende Entwicklung dar. Claudia Brunner problematisiert diese Entwicklung.
Zang: Zustand und Aufbruch der israelischen Friedensbewegung
/von Redaktion W&Fvon Johannes Zang | Nach über zwanzig Jahren effektivem Stillstand und massiven Hindernissen durch rechtskonservative Regierungen steht die Frage zu beantworten: Wie steht die Friedensbewegung in Israel 2023 da?1 Doch um diese Bewegung und ihre Ziele, Hoffnungen und Scheitern besser in Kontext zu setzen und auch um zu verstehen, weshalb die heutige Friedensbewegung in Israel derart geschwächt dasteht, bedarf es einer kurzen Geschichte der Friedensbewegung.
Voell: Bergkarabach: Aufgegeben und Aufgelöst
/von Redaktion W&Fvon Stéphane Voell
Es ging alles recht schnell. Am 19. September 2023 begann eine groß angelegte Offensive Aserbaidschans auf Bergkarabach. Einen Tag später war es schon wieder vorbei. Die Armenier*innen in Bergkarabach hatten aufgegeben – doch was führte dazu? Stéphane Voell beleuchtet, wie Bergkarabach vielfach aufgegeben wurde – von Verbündeten, von der EU, von Armenien selbst…