Neue Technologien im Krieg - Titel von W&F 3/2026

Drohnen, Einsatzsteuerung durch »Künstliche Intelligenz«, Waffen im Selbstdruckverfahren – mittlerweile schreckliche Realität. Rasante Entwicklungen in diesen Bereichen strukturieren das heutige halbautomatisierte Kampffeld, immer neue Waffen oder Waffenteile, Produktionswege und Einsatzformen entstehen.

Dies stellt die Überwachung, Kontrolle und Eindämmung vor eine riesige Herausforderung: Sinkende Wissensvoraussetzungen, leichtere Zugänglichkeit und verbesserte Materialeigenschaften machen Rüstungskontrolle und etwaige Verbote immer dringlicher – und gleichzeitig immer voraussetzungsvoller.

Ein Heft über die Behauptungen und Erwartungen, die realen Gefahren und Herausforderungen dieser Entwicklungen und die möglichen Wege voran zu einer weniger militarisierten Zukunft.

Mit Beiträgen von Wolfgang Liebert, Liska Suckau, Kadri Reis, Rainer Rehak, Jürgen Scheffran und weiteren.

Friedensbewegungen gibt es überall auf der Welt, sind oftmals umstritten und vermeintlich »suspekt«, leiden auch an ihrer Mobilisierungsunfähigkeit. Was sind die Anliegen dieser Bewegungen heute, wie werden sie formuliert, vor welchen Herausforderungen stehen sie? Was verbindet die Bewegungen international? Anregungen und Reflexionen dazu, was Friedensbewegung heute heißt.

Mit Beiträgen von Andreas Zumach, Luise von Scheliha, Anna Hauschild und Elisabeth Saar, Elena Smirnova und weiteren.

Wie kann eine deutsche Friedenspolitik glaubwürdig sein, wenn sie im gleichen Atemzug mit Waffenexporten, rüstungstechnischem Wissenstransfer und Investitionen in Gewaltstrukturen einhergeht? Wieso in einer solchen Situation auch der Zivile Friedensdienst nicht ausreichend sein kann,

diskutiert Kiflemariam Gebre Wold

von Kiflemariam Gebre Wold

Gegen Aufrüstung und Militarisierung müssten viele Menschen Widerstand leisten. Doch die deutsche Friedensbewegung brachte in den letzten Jahren nur wenige Menschen auf die Straße. Was sind die Ursachen und wie kann es der Friedensbewegung gelingen, erneut die Mitte der Gesellschaft zu erreichen?

von Andreas Zumach

von Andreas Zumach

Was »Frieden« in einem aktiven Krieg bedeuten kann, ist häufig umkämpft, nicht zuletzt auch im Russland-Ukraine-Krieg. Entgegen den üblichen Hoffnungen auf einen geopolitischen Frieden stellen feministische Antikriegsbewegungen einen Frieden ins Zentrum, der als soziale, demokratische, dekoloniale praktische Utopie vorausgedacht – und vorgelebt wird.

von Elena Smirnova

von Elena Smirnova

Passend zu dieser Ausgabe

Rüstungsexportkontrollatlas

Deutsche Rüstungsexporte boomen – aber so ganz genau ist oft nicht klar, was und warum von welchem Unternehmen wohin exportiert wird. Es wird vielmehr oft eine erstaunlich faktenfreie Diskussion im öffentlichen Raum geführt, weshalb »deutsche Tabus« fallen müssten. Der Atlas setzt dem Fakten entgegen!

In einer Zeit multipler globaler Krisen – Verschärfung des Klimawandels, wachsende soziale Ungleichheit, Konflikte um natürliche Ressourcen – rückt eine Frage mit besonderer Dringlichkeit in den Vordergrund: Wie können sich Gesellschaften sowohl ökologisch resilient als auch sozial gerecht und friedlich aufstellen?

Dieses Dossier widmet sich einer zentralen – wenn auch oft unterschätzten – Dimension dieser Frage: dem Zugang zu und der Kontrolle über »Land«. Land ist weit mehr als eine ökonomische Ressource. Es ist für viele Menschen Lebensgrundlage, verknüpft mit Identität, politischer Macht und Zukunftsperspektiven zugleich. Wer über Land verfügt – und wer nicht –, bestimmt an vielen Orten maßgeblich über Ernährungssicherheit, Klimaanpassungsfähigkeit und soziale Teilhabe.

»Landgerechtigkeit« ist damit keine Nebenfrage nachhaltiger Entwicklung, sondern eine Grundbedingung für innergesellschaftlichen Frieden.

Mit Beiträgen von Anne Hennings, Claudia Coral, Bonna Antoinette Tokou und Katharina Löhr, Millicent Awialie Akaateba und weiteren.

In einer Zeit multipler globaler Krisen – Verschärfung des Klimawandels, wachsende soziale Ungleichheit, Konflikte um natürliche Ressourcen – rückt eine Frage mit besonderer Dringlichkeit in den Vordergrund: Wie können sich Gesellschaften sowohl ökologisch resilient als auch sozial gerecht und friedlich aufstellen? Dieses Dossier widmet sich einer zentralen – wenn auch oft unterschätzten – Dimension dieser Frage: dem Zugang zu und der Kontrolle über »Land«.

Titelseite des Dossier 103: Land als Schlüssel zum Frieden

Über W&F

Wissenschaft & Frieden ist die führende interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung. W&F erscheint seit 1983 und publiziert zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungstechnischen Fragen, untersucht Gewaltursachen und -verhältnisse und thematisiert Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.