Neue Technologien im Krieg - Titel von W&F 3/2026

Drohnen, Einsatzsteuerung durch »Künstliche Intelligenz«, Waffen im Selbstdruckverfahren – mittlerweile schreckliche Realität. Rasante Entwicklungen in diesen Bereichen strukturieren das heutige halbautomatisierte Kampffeld, immer neue Waffen oder Waffenteile, Produktionswege und Einsatzformen entstehen.

Dies stellt die Überwachung, Kontrolle und Eindämmung vor eine riesige Herausforderung: Sinkende Wissensvoraussetzungen, leichtere Zugänglichkeit und verbesserte Materialeigenschaften machen Rüstungskontrolle und etwaige Verbote immer dringlicher – und gleichzeitig immer voraussetzungsvoller.

Ein Heft über die Behauptungen und Erwartungen, die realen Gefahren und Herausforderungen dieser Entwicklungen und die möglichen Wege voran zu einer weniger militarisierten Zukunft.

Mit Beiträgen von Wolfgang Liebert, Liska Suckau, Kadri Reis, Rainer Rehak, Jürgen Scheffran und weiteren.

Drohnen, Einsatzsteuerung durch »Künstliche Intelligenz«, Waffen im Selbstdruckverfahren – mittlerweile schreckliche Realität des heutigen halbautomatisierten Kampffeldes. Ein Heft über die Behauptungen, die realen Gefahren und Herausforderungen dieser Entwicklungen und die möglichen Wege voran zu einer weniger militarisierten Zukunft.

Mit Beiträgen von Wolfgang Liebert, Liska Suckau, Kadri Reis, Rainer Rehak, Jürgen Scheffran und weiteren.

Wie glaubwürdig kann deutsche Friedenspolitik sein, wenn sie gleichzeitig mit Waffenexporten, rüstungstechnischem Wissenstransfer und Investitionen in Gewaltstrukturen einhergeht? Wieso in einer solchen Situation auch der Zivile Friedensdienst nicht ausreichend sein kann,

diskutiert Kiflemariam Gebre Wold

von Kiflemariam Gebre Wold

Aus dem Schwerpunkt

Ungebremste Rüstungsdynamik?

Angesichts der neuerlichen Aufrüstungsdynamik gilt es auch wieder grundlegende Fragen nach der Rolle von Technikentwicklung, Dual-Use-Konzepten oder auch Rüstungskontrolle zu stellen. Was in den letzten Jahrzehnten versäumt wurde und was nun notwendig wäre,

analysiert Wolfgang Liebert

von Wolfgang Liebert

Für den Einsatz der »Künstlichen Intelligenz« im Krieg wird oftmals ein präziserer, humanistischer Kampf behauptet – so auch von der israelischen Armee im Gazastreifen. Doch die Recherchen zum KI-Zielerfassungssystem »Lavender« entlarven dies in der Realität als reine Augenwischerei,

verdeutlicht Rainer Rehak

von Rainer Rehak

Passend zu dieser Ausgabe

Rüstungsexportkontrollatlas

Deutsche Rüstungsexporte boomen – aber so ganz genau ist oft nicht klar, was und warum von welchem Unternehmen wohin exportiert wird. Es wird vielmehr oft eine erstaunlich faktenfreie Diskussion im öffentlichen Raum geführt, weshalb »deutsche Tabus« fallen müssten. Der Atlas setzt dem Fakten entgegen!

Im Herbst 2025 erschien nach knapp 20 Jahren eine neue »Friedensdenkschrift« der Evangelischen Kirchen in Deutschland. Diese legt eine deutlich andere Interpretation christlicher Friedensethik vor – und ist vielfach kritisiert worden. Dass Friedensdenkschriften umstritten sind, ist nicht überraschend. Viele offizielle Äußerungen der evangelischen Kirchen zu Fragen von Krieg und Frieden waren stets mehr oder weniger umstritten.

Doch etwas ist diesmal anders. Zu deutlich der Widerspruch zur vorherigen Auslegung, zu eklatant die Leerstellen, zu unscharf mancherlei Neufassung. Da die bisher schon vorliegende Kritik umfassend ist, versammelt das Dossier eine Reihe noch wenig beachteter kritischer Gedankengänge. Die Friedensdenkschrift ist also nicht Endpunkt, sondern wortwörtlicher »Stein des Anstoßes« einer notwendigen innerkirchlichen wie gesellschaftlichen Debatte um Friedensethik.

Mit Beiträgen von Sabine Jaberg, Stephen Lakkis, Hartwig Hummel und weiteren.

Im Herbst 2025 erschien eine neue »Friedensdenkschrift« der Evangelischen Kirchen in Deutschland – die seither vielfach kritisiert worden ist. Da die bisher schon vorliegende Kritik umfassend ist, versammelt das Dossier eine Reihe noch wenig beachteter kritischer Gedankengänge. Die Friedensdenkschrift ist nicht Endpunkt, sondern wortwörtlicher »Stein des Anstoßes« einer notwendigen innerkirchlichen wie gesellschaftlichen Debatte um Friedensethik.

Mit Beiträgen von Sabine Jaberg, Stephen Lakkis, Hartwig Hummel und weiteren.

Die neue Friedensdenkschrift der EKD - Leerstellen und Seitenblicke

Über W&F

Wissenschaft & Frieden ist die führende interdisziplinäre Wissenschaftszeitschrift für Friedensforschung, Friedenspolitik und Friedensbewegung. W&F erscheint seit 1983 und publiziert zu friedenspolitischen, militär-strategischen und rüstungstechnischen Fragen, untersucht Gewaltursachen und -verhältnisse und thematisiert Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung, zur Wahrung der Menschenrechte und zur Zukunftssicherung.